Urteil von Dresden muss Weckruf an Innenpolitik sein

LSBTI-feindliche Gewalt endlich erkennen und wirksam bekämpfen

Berlin. 21. Mai 2021. Zum Urteil des sächsischen Oberlandesgerichts gegen den Attentäter, der am 4. Oktober 2020 in Dresden auf ein schwules Paar eingestochen, einen der Männer getötet, den anderen schwer verletzt hat, erklärt Günter Dworek aus dem Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Attentäter von Dresden wurde heute des Mordes, des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Oberlandesgericht hat darauf erkannt, dass die Tat aus islamistischen und homophoben Motiven begangen wurde. Das ist ein immens wichtiges Urteil.

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Sachsen macht sich stark für Vielfalt und Respekt

Virtueller Rainbowflash 2021

Am Internationalen Tag gegen Homosexuellen-, Bisexuellen-, Inter- und Trans-Feindlichkeit (IDAHOBIT) setzen Menschen weltweit ein Zeichen für die Menschenrechte von LSBTIQ* In Mehr als 60 Staaten werden LSBTIQ* noch immer verfolgt und kriminalisiert. Auch in Deutschland steigt LSBTIQ*-feindliche Hasskriminalität und Gewalt rapide an. Die Corona-Pandemie verstärkt die bestehenden Verletzlichkeiten und Ungleichheiten unerheblich.

Deshalb machen wir gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützer*innen deutlich: Sachsen macht sich stark für Vielfalt und Respekt

Macht mit beim virtuellen Rainbow-Flash 2021!

Liebe Freund*innen,
liebe Unterstützer*innen des „Sachsenweiten Rainbowflashs“

Leider können wir aufgrund von Corona am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHIT*), nicht wie sonst unseren öffentlichen Rainbowflash in mehreren sächsischen Städten veranstalten. Dennoch wollen wir gerade deswegen auch in diesem Jahr aktiv werden und uns mit einer Social-Media-Aktion für Vielfalt und Respekt in Sachsen stark machen.

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Chemnitz: Erster Stolperstein für homosexuelles Opfer des NS-Regimes

LSVD gedenkt Adolf Wilhelmi

Stoplperstein für Adolf Wilhelmi in Chemnitz – LSVD gedenkt am 06 .Mai 2021

Chemnitz, 06. Mai 2021. Heute wurde in Chemnitz erstmals ein Stolperstein für ein homosexuelles Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gelegt. Der Stein erinnert an Adolf Wilhelmi, der am 26. August 1942 im KZ-Dachau ermordet wurde. Vor seinem Tod lebte er in Chemnitz und wurde unter dem homosexuellenfeindlichen Paragrafen 175 mehrmals verurteilt.

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26.04, 19.00: Online-Talk : #theLworksout Lesbisch. Sichtbar. Erfolgreich

Schubladendenken – wer kennt es nicht? Lesbische und bisexuelle Frauen wollen auch im Business-Kontext wahrgenommen werden. Die ersten Schritte dafür sind getan. Aber noch immer gibt es in Unternehmen wenige geoutete Vorbilder und auch in LGBT*IQ-Netzwerken sind Frauen meist in der Minderheit. Woran liegt das? Was ist nötig, damit sich mehr lesbische und bisexuelle Frauen öffentlich zeigen?

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14.04, 18.00: Online-Talk “K(ein) Regenbogen über Warschau”

© Delia Giandeini on Unsplash
© Delia Giandeini on Unsplash

Eingetragene Lebenspartnerschaften oder gar Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Polen bis heute weder rechtskräftig möglich noch parlamentarisch mehrheitlich gewollt. Seit 2019 bezeichnen sich schließlich immer mehr Woiwodschaften und Gemeinden als “LGBTfreieZonen”, als Gemeinden, die Queersein informell weder dulden noch respektieren.

Noch immer spielt vor allem der erzkonservative polnische Zweig der römisch-katholischen Kirche eine gewichtige Rolle in Politik und Gesellschaft; eine Beleidigung ihrer religiösen Gefühle wird strafrechtlich verfolgt. Worauf also kann die LGBTIQ*-Community in Polen nun noch hoffen? Wie sollten Brüssel und Berlin agieren, um den Druck auf Warschau zu erhöhen und damit von queeren Menschen vor Ort zu nehmen?

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1. Sprachmittler*innen-Treffen des Projektverbundes „Fachberatung queere Geflüchtete in Sachsen“

Am 3. März 2021 trafen sich erstmalig die Sprachmittler*innen des Queer Refugees Network (Leipzig, RosaLinde Leipzig e.V.), des Informationszentrums für LSBTI* Geflüchteten (Chemnitz, Lesben- und Schwulenverband Sachsen e.V.) und des Projektes „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ (Dresden, Gerede e.V.) im Rahmen eines Online-Formates. Ziel ist es, neben der Ermöglichung eines regelmäßigen Austausches die Sprachmittelnden, die im Rahmen der Beratung von lesbischen, schwulen, bisexuelle, trans*, inter*, asexuellen und queeren (lsbtiaq* oder kurz queeren) Geflüchteten tätig sind, zu vernetzen und zu empowern. Es soll ein geschützter Raum geschaffen werden, in dem sowohl Platz für Sorgen und Ängste, aber auch für Weiterentwicklung und Verbesserung der Sprachmittlung an den verschiedenen Standorten in Sachsen sein soll. Auch der Aufbau eines sachsenweiten LSBTIAQ*sensiblen Sprachmittler*innen Pool ist in Planung. Die Moderation der Treffen wird von einem langjährig tätigen Sprachmittler der Beratungsprojekte in Dresden und Chemnitz übernommen, welcher eine Ausbildung als Trialogtrainer absolviert hat.

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Leipziger Staatsanwaltschaft ernennt erstmalig eine LSBTTIQ* Ansprechperson

LSVD Sachsen begrüßt Entscheidung

Leipzig, 29. Januar 2020. Gestern hat die Staatsanwaltschaft in Leipzig die Ernennung der ersten Ansprechperson für LSBTTIQ* bekannt gegeben. Staatsanwältin Mareen Klenke ist damit Sachsens erste und bisher einzige Beauftragte für Betroffene und Zeuginnen von vorurteilsmotivierter Hasskriminalität gegen LSBTTIQ bei einer Staatsanwaltschaft.

„Wir begrüßen es sehr, dass nun erstmalig bei einer sächsischen Staatsanwaltschaft eine Ansprechstelle für Betroffene und Zeuginnen von Hasskriminalität, die sich gegen Lesben, Schwule, trans-, intergeschlechtliche sowie queere Menschen richtet, geschaffen wurde. In Städten wie Dresden, Chemnitz oder Zwickau müssen ebenfalls Ansprechpersonen bei den jeweiligen Staatsanwaltschaften benannt werden. Die zentrale Ansprechstelle für LSBTTIQ* bei der Landespolizei sollte ausgebaut und Zweigstellen in weiteren Städten geschaffen werden “, so Sabine Schanzmann-Wey aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Interviewpartner*innen für Uni-Studie gesucht!

LSBTIQ* im Visier der Staatssicherheit

Für das Forschungsprojekt “Theorie, Praxis und Konsequenzen der Operativen
Psychologie”
an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin suchen wir
Interviewpartner*innen, die:

  • aufgrund ihrer politischen Haltung oder Tätigkeiten von Repressionsmaßnahmen wie z.B. Maßnahmen der “Zersetzung” oder politischer Verfolgung durch das Ministerium für Staatssicherheit betroffen waren z.B. in Subkulturen, Kirchen, der Bürgerrechtsbewegung, Friedenskreisen, Umwelt- oder Frauenbewegung, der LGTBQI Community, jüdische Menschen, muslimische Menschen, Schwarze Menschen, BIPoC, Vertragsarbeiter*innen, Menschen aus migrantischen Communities, oder Sinti und Roma.
  • bereit sind, ihre Lebensgeschichte zu erzählen;
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Empathie statt Ignoranz: Homophobe- und transfeindliche Gewalt bekämpfen

LSVD Sachsen appelliert an Innenminister Wöller

Chemnitz, 25. Januar 2021. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen appelliert in einem Schreiben an Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ) entschieden zu begegnen. Sachsen sollte sich auch im Bund für eine kohärente Strategie gegen LSBTIQ-Feindlichkeit einsetzen.

„In Sachsen ist eine hohe Ablehnung von LSBTIQ und deren Lebensweisen zu beobachten. Dass zeigt nicht nur eine sächsische Studie zu Gewalterfahrungen aus dem Jahr 2019, sondern auch die Tötungsdelikte und die bundesweit steigende Zahl von Anfeindungen und LSBTIQ-feindlicher Gewalt. Wir brauchen dringend wirksame Konzepte und Präventionsprogramme in Bund und Ländern. Frei und sicher leben, ohne Angst vor Anfeindungen, das muss in Sachsen und vor allem auch bundesweit für LSBTIQ möglich sein. Diesen Appell haben wir an Innenminister Prof. Dr. Wöller gerichtet“, so Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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