Queer am Arbeitsplatz

Das Projekt „Queer am Arbeitsplatz“ des LSVD Sachsen bringt Menschen aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften zusammen, um die Regenbogenkompetenz in der sächsischen Arbeitswelt zu erhöhen. In Workshops, Fachgesprächen und Vernetzungstreffen möchte das Projekt deutlich machen, dass Unternehmen dadurch nicht nur die Diversität ihrer Belegschaft fördern können, sondern auch dazu beitragen, dass Ressentiments abgebaut und Diskriminierung entgegen gewirkt werden kann.

In der sächsischen Arbeitswelt erleben LSBTI-Beschäftige (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) immer noch Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung. Viele Arbeitnehmer*innen können zwar offener mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität umgehen als noch vor zehn Jahren. Gleichwohl gibt es eine Vielzahl von Menschen, die aus Angst vor Diskriminierung und Mobbing nicht über ihre sexuelle und geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz sprechen können oder wollen. Zur Entfaltung von Talenten und Fähigkeiten ist Sichtbarkeit und Offenheit sowie ein respektvolles Arbeitsklima jedoch wichtig. Ressentiments und Diskriminierung gefährden nicht nur den Zusammenhalt in Unternehmen sondern machen Mitarbeitende krank und wirken sich somit auch negativ auf den Unternehmenserfolg aus.

Das Ziel, die Stärkung der Regenbogenkompetenz, das heißt des diskriminierungsfreien Umgangs mit Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt, soll gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften erreicht werden. Das Projekt möchte diese Akteure zusammenbringen, sensibilisieren und einen zielgerichteten Fachaustausch über Vielfalt in der Arbeitswelt ermöglichen. Darüber hinaus möchte das Projekt deutlich machen, dass Unternehmen durch geeignete Maßnahmen nicht nur die Diversität ihrer Belegschaft fördern, sondern auch das eigene Betriebsklima nachhaltig verbessern können. Dadurch können Ressentiments abgebaut und Diskriminierung entgegengewirkt werden sowie Sachsen und seine Arbeitswelt attraktiver für LSBTI* gemacht werden.

Unsere Beratungsstelle steht allen Interessierten in Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften offen. Mit regelmäßigen Veranstaltungen und Veröffentlichungen informieren wir zugleich über aktuelle Entwicklungen und leisten Hilfestellung. Bei Fällen von Diskriminierung oder Mobbing am Arbeitsplatz stehen wir ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung und leiten die Vorfälle auf Wunsch auch an entsprechende spezialisierte Opferberatungsstellen weiter.

Wöchentlich : LGBTIQ – Diversity im Arbeitsumfeld
In regelmäßgen Abständen ist es möglich, online in vertraulicher Atmosphäre mit und ohne Bild, telefonisch oder auch per Mail Fragen zum Thema LSBTI* in der Arbeitswelt zu stellen. Hierbei kann es u.a. um Massnahmen zum Abbau von Diskriminierung im Unternehmen und Organisationen, Inklusion und Diversität gehen. Sie stellen die Fragen, wir antworten und helfen. Mit einer Mail an unten stehende Kontaktadresse ist man dabei.

Denn: Diversität beginnt im Kopf.

Kontakt

LSVD Sachsen
Queer am Arbeitsplatz
Michel Röhricht (Projektkoordination)
Hilbersdorfer Str.74
09131 Chemnitz

michel.roehricht@lsvd.de

Tel.: 0371/35146562
Mobil: 0176/31630051

Zukünftige Veranstaltungen:

-Du bist anders, aber sind wir nicht alle gleich? –

Ein offenes Seminar über Diversität, Selbstverständlichkeiten und Möglichkeiten zur gleichwertigen Akzeptanz

Die Mehrheit der Menschen denkt und die breite Öffentlichkeit spricht in Kategorien von Mann und Frau. Doch nicht zu allen Menschen passen diese Anredeformen. Denn es leben Menschen verschiedenen, aber auch gleichen Geschlechts miteinander. Und es gibt auch Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen bzw. nicht direkt zugeordnet sind. Die Buchstaben LSBTI* oder LSBTQ+ (und weitere Schreibweisen) stehen für einzelne sexuelle und geschlechtliche Identitäten wie Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans* und Inter*.
In einer heteronormativen Lebenswelt, die von den Kategorien Mann und Frau und verschiedengeschlechtlichen Beziehungen geprägt ist, sehen sich nicht-heterosexuelle Menschen täglich neuen Herausforderungen gegenüber.
Wir alle, ob Heterosexuelle, Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle, sind auf ein verständnisvolles und akzeptierendes Umfeld angewiesen, wir alle sind Teil gesell-schaftlicher Diversität.
An diesem Abend laden wir ein, die unterschiedlichen Lebenswelten von Menschen mit verschiedenen sexuellen Identitäten kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen – über Alltagsleben, Bindungen und familiäre, geschäftliche und arbeitsweltliche Beziehungen, auch über Werte und Weltanschauung, körperliche Einschränkungen und über Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung.
Dabei wird es auch darum gehen, wie in Sprache, Kultur und Politik Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung erkennbar sind und wodurch Ungleichbehandlungen im Alltag abgebaut werden können.
Eingeladen sind alle, die offen sind für eine Begegnung mit der Lebenswelt von Menschen unterschiedlicher (sexueller) Identitäten – mit Verständnis, Transparenz und Fairness. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Sachsen e.V. und der Volkshochschule Chemnitz. Sie ist Teil der Interkulturellen Wochen 2022 in Chemnitz.

Wann? Am 19.09.2022 ab 19.00 Uhr

Wo? VHS Chemnitz, Moritzstr.20, Chemnitz im TIETZ, Kursraum 4.07

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter www.vhs-chemnitz.de/kurs/W2210100

Community- und Projektgruppe: LSBTI* – It´sMe!

Datum: freie Termine ab 18.05.2022 immer mittwochs ab 15:00 Uhr
Favorisierter Termin 18.05. oder 25.05.2022 

Themen unserer Community:

Wahrnehmung von LSBTI* in der Arbeitswelt (in D und aller Welt), Ideen von weit her, queere Führungskräfte, Teambildung mit queeren und gemischten Teams,
Integration Geflüchteter, Regenbogenfamilien + Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ausbildung, Ehrenamt, uneigennützige Tätigkeiten, Streitigkeiten am AP,
Gewerkschaften und queere Menschen, Rechtspopulismus und -extremismus am AP – Auswirkungen und Gegensteuern, queere Behinderte in Arbeit, ältere queere Beschäftigte, also eine ganze Palette von Themen rund um Tätigkeiten und Queerness / LSBTI*

Viele Menschen kommen zum Arbeiten und Leben nach Sachsen. Vielfalt, Offenheit und Toleranz werden daher nicht nur in großen Unternehmen zu immer wichtigeren Werten. Dies schließt LSBTI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) ein, die in Sachsens Arbeitswelt wenig sichtbar sind und oft nicht vorurteilsfrei arbeiten und sich offen zeigen können. Wir setzen uns daher dafür ein, LSBTI* im Berufsleben und darüber hinaus sichtbarer zu machen, Vorurteile abzubauen und Sachsen offener für LSBTI* zu gestalten.

Warum sollte man sich mit LSBTI* beschäftigen?

Warum sollten sich Arbeitgeber*innen für lesbische, schwule, non-binäre Menschen, Trans- und Intergeschlechtlichkeit interessieren? Warum spricht man von Vielfalt, „dritter“ Option und genderinklusiver Sprache? Was kümmert Führungskräfte ein Coming-Out? Was hat das Ganze in Personal, Organisation und Kommunikation zu suchen? 

Sie sind Teil eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens und wollen den Vorteil von LSBTI*-Vielfalt für sich und andere besser verstehen? Oder wollen als Teil der Community machbare Lösungen für Vielfalt in Ihrem Arbeitsumfeld? Oder wollen Ihre Erfahrungen mit LSBTI*-Themen gerne teilen?

Wie kann man mitmachen?

Bei „LSBTI* – It´s Me!“ wollen wir gemeinsam Fragen rund um LSBTI* in der Arbeitswelt besprechen, Erfahrungen austauschen und Ideen entwickeln. Wir vom LSVD Sachsen freuen uns, Sie in lockerer Atmosphäre einzuladen.

Kontakt: michel.roehricht@annelie

Anmeldung erfolgt per Doodle Link oder an diese Mailadresse

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Intersect-Event im Lokomov – Diversität intersektional denken!

10.06.2022 ,18.00 Uhr

Dies ist der Beginn einer Veranstaltungsreihe, die in Form einer Regionentour durch Sachsen führen soll.

Thema des ersten Events:

Intersektionalismus: Was bedeutet Intersektionalismus? Wie ist dieses Konzept entstanden und wie kann er mit sexuelle Vielfalt in Verbindung gesetzt werden? Welchen Beitrag kann dieser Begriff für eine genderinkludierende Kultur am Arbeitsplatz und im Lebensalltag, in der Öffentlichkeit leisten? Wir nehmen Bezug auf die Geschichte des Begriffes und seine Bedeutung, Wichtigkeit in Bezug auf sexuelle Vielfalt.

Wie kann eine inkludierende und intersektional ausgerichtete Alltags,- Lebens- und Stadtkultur, auch LSBTI*-inklusiv aussehen, vor allem im Hinblick auf unsere Stadt?
Wir wollen daher auch Handlungsempfehlungen und konkrete Beispiele aus Partnerstädten mit einbeziehen, um auch für Chemnitz und Sachsen die Wechselwirkungen zwischen Hetero- und Nichtheterosexualität und weiteren Persönlichkeitsmerkmalen herzustellen.

Ort: Lokomov, Augustusburger Str. 102, Chemnit

1.Was weiß man, was weiss man noch nicht
2. LSBTI* und damit verbundenen Begriffen
3. Präsentation des Abends – Intersektionalismuss – was hat das mit sex. Identität und anderen menschlichen Merkmalen zu tun?
4. Videos,  Grafiken und Bilderstrecke
5. musikalische Einlage per Video / Toms Gitarrenklänge
6. Überleitung zum vergnüglichen Abendprogramm mit Musik im Lokomov

Was heißt Intersektionalismus? Was bringt dieser Begriff neu und welchen Bezug hat er auf das Leben queerer Mitarbeitender und ihre Umgebung? 
Die folgende Veranstaltung wird im Kontext des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) in Chemnitz stattfinden, es untersucht, welchen Beitrag ein intersektionaler Ansatz für die Analyse der Diskriminierung gegen queere Menschen am Arbeitsplatz und in ihrem Lebensumfeld leisten kann. Denn dort finden sehr oft. ,Werden die Menschen tatsächlich ganzheitlich integriert und berücksichtigt? Und was trägt für ihren Ausschluss bei? Wie können sie sich im Alltag sichtbarer machen und besser mit ihrem Umfeld mitgedacht werden? 
Diesen Fragen wollen wir nachgehen, indem wir die Menschen grundsätzlich intersektional betrachten und fördern. 

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F30.06.2022: Fachveranstaltung Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im Berufsleben: Schutzkonzepte zwischen Theorie und Praxis

Zielgruppe: Beschäftigte und Auszubildende als Multiplikator*innen bei ihren Arbeitgeber*innen, Multiplikator*innen aus der Sozialarbeit und dem Gesundheitsbereich, Gewerkschaftsvertreter*innen und Unterstützer*innen, Interessierte und Ehrenamtler*innen


09.00 Uhr – kurze Begrüßung, Technikerklärung, Vorstellungder Organisatoren und des Ablaufs  (Queer am Arbeitsplatz)

09.15-10.30: geschlechtliche und sexuelle Diversität im Berufsleben: Handlungsempfehlungen für Umsetzung einer offenen Unternehmenskultur
Miniworkshop mit anschließender Diskussionsrunde

mit Michel Röhricht, Referent beim Projekt Queer am Arbeitsplatz

10.30 – 11.15 Diskussionsrunde

12.00 – 15.00 Uhr Workshop mit Gorrety Ohms, Referent*in von Proseduc.org, Berlin
1. Basiswissen zu geschlechterinklusiver Kultur, Begrifflichkeiten sex. Identität
2. Workshop zu Einführung von Schutzkonzept(en) unter Berücksichtigung der Zielgruppenbedürfnisse, oder Projekttag angefangen bei der Selbstreflexion des eigenen Verhaltens von Beschäftigten bezüglich des Umgangs mit sexuellen Identitäten und Geschlechtsidentität im Berufsleben (Gorrety Ohms, Proseduc Berlin), inkl. Diskussionsrunde
Ende der Veranstaltung spätestens gegen 15.30 Uhr

Das Projekt Queer Am Arbeitsplatz zielt durch diese Fachveranstaltung auf eine grundlegende Sensibilisierung für die Bedeutung von Geschlechtsdiversität sowie sexueller Vielfalt bei Menschen im Berufsleben ab. Dabei geht es vor allem um praxisorientierte Kenntnisse zum Themenfeld Schutzkonzepte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt am Arbeitsplatz und darum, wie man eine genderinkludierende Kultur im Unternehmen etablieren kann. Auf diese Weise sollen Führungskräfte und Beschäftigte zum Abbau verbundener Barrieren und zur Verbesserung bestehender Hilfesysteme befähigt werden. Zudem werden den Teilnehmenden Best Practice-Beispiele vorgestellt, damit sie wahrnehmen, wie gelebte Akzeptanz sexueller Vielfalt im beruflichen Bereich aussehen kann.

SAVE THE DATE: BUNDESWEITER DIGITALER KONGRESS IDAHOBITA 2022 

Link: https://www.queerflexiv.de/queerschluss-kongress/

Herzliche Einladung an alle an Akzeptanz von Vielfalt im Alltag interessierten Menschen, Unterstützer*innen von Vielfalt im Alltag,

Link: https://www.queerflexiv.de/queerschluss-kongress/
Das Kooperationsprojekt des LSVD NRW Queerflexiv veranstaltet auch dieses Jahr zum IDAHOBITA 2022 unter dem Namen „Queerschluss – Vielfalt im Check – noch nicht abgehackt“ einen digitalen Kongress.   Weshalb IDAHOBITA und warum nicht IDAHOBIT – mehr hier dazu an der Stelle.   Resultierend aus den Ergebnissen unseren letzten Kongresses in 2021 und der daraus resultierenden Nachvernetzungsarbeit, Bildungs- und Aufklärungsarbeit der vergangenen 10 Monate, wollten wir dieses Jahr einen durch Sponsor*innen finanzierten Kongress interessierten Personen ermöglichen, die für ihre Speaks, Workshops und Arbeit angemessen honoriert werden sollten ohne auf knappe öffentliche Fördergelder, auf die andere Projekte dringend angewiesen sind, zurückgreifen zu müssen. Das ist uns leider nicht gelungen.   Dennoch organisieren wir auch dieses Jahr erneut EHRENAMTLICH und mit Hilfe durch Kongressspenden des letzten Jahres eine digitale Plattform für eine bundesweite Vernetzung, Austausch und Anregungen für eigene Arbeit aus laufenden Projekten zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Empowerment vulnerabler Personen im Kontext Bildungs- und Aufklärungsarbeit, Erziehungshilfen, sowie gesundes Leben und Arbeiten jenseits von Pinkwashing.  
Programmübersicht 2022
Keynote   16.30 Uhr – Begrüßung und Eröffnung:   Jack Kaltepoth und Mirjam StöhrQueerflexiv mit „Der schmale Grad zwischen Ally und Pinkwashing – die Ergebnisse unserer Sponsor*innensuche und Arbeit der vergangenen 10 Monate“   16.45 Uhr – Speak: René Mertens LSVD-Bundesverband – Selbst.verständlich Vielfalt: “Mit Queer-Paket und Vielfaltsfibel zur Regenbogenkompetenz in der Jugendarbeit“   17.30 Uhr Studienpräsentation: Peter Struck – Geschäftsführung Aidshilfe Bielefeld präsentiert die Ergebnisse einer aktuellen Studie zur Diskriminierung von Menschen mit HIV, die deutlich macht, warum zur Bekämpfung von Stigmatisierung eine ressortübergreifende Zusammenarbeit zwingend notwendig ist   18.15 Uhr Start Anschlussdiskussion (Büro Sven Lehmann ist angefragt) mit Speaker*innen und Teilnehmenden  
Themenfokus Trans* für bestehendes und angehendes Fachpersonal aus dem Kontext Aufklärungs- und Bildungsarbeit, Personalmanagement, Beratung, Gesundheitsmanagement, als auch darüber hinaus   16.30 Uhr – Workshop von Nova Gockeln (90 Minuten):   Es ist (k)eine Phase? – Mythen und Fake News zu Trans* mit wissenschaftlichen Fakten widerlegen   Der Workshop beschäftigt sich mit häufigen Mythen und Falschinformationen zum Thema Trans*. Ein zentrales Thema ist die wissenschaftliche Einordnung und Widerlegung der Annahme, dass Trans* bei einem Großteil von Kindern und Jugendlichen nur eine Phase sei. Es werden auch weitere Klischees, falsche Annahmen und Vorurteile gegenüber trans* Menschen diskutiert. Damit verknüpft werden Hilfestellungen gegeben, wie mediale Artikel, wissenschaftliche Studien und Informationsquellen zu Trans* eingeordnet werden können.   Nova Gockeln (Pronomen: sie oder er; Anrede mit Vor- und Nachnamen), Psycholog*in, ist im queeren Jugendzentrum Sunrise Dortmund zuständig für die Trans*-Beratung sowie den Bereich des Trans*-Empowerments. Bestandteile von Novas Tätigkeit sind, neben Beratung, Informationsveranstaltungen zum Thema Trans* für Angehörige und Fachkräfte sowie die pädagogische Betreuung des Trans*-Jugendtreffs. Nova verortet sich selbst als nicht-binär trans.  

18.15 Uhr – Speak von Julia Monro (45 Minuten):   „Männlich, weiblich, divers – sind Sie vorbereitet? – Seit 2013 sollten Sie es. Ist unsere Gesellschaft darauf vorbereitet?“   Julia Monro wuchs als Kind zweier russlanddeutscher „Heimkehrer“ auf, die in den 70er Jahren nach Deutschland kamen. Sie wurde in Andernach am Rhein geboren, genoss eine sehr behütete Kindheit und wurde mit christlichen Werten im frei evangelischen Glauben erzogen. Nach zwei technischen Berufsausbildungen studierte sie Theologie in Bonn und arbeitete zuletzt im IT-Anforderungsmanagement in einem weltweit tätigen Softwarekonzern in Koblenz. Nachdem sie 2016 durch ein nicht-selbstbestimmtes Outing ihr komplettes soziales Umfeld verlor und ihr Essen bei der Tafel bezog, begann ihr Engagement für die eigene Sache und für die trans*-Community.   Step by step kämpfte sie sich zurück ins Leben. 2017 trat sie als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualiät (dgti) bei und übernahm die Koordinierung des sogenannten Ergänzungsausweises (EA). Sie machte den EA bekannter und re-organisierte damit einhergehend die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Sie wurde zu einer zentralen Ansprechperson für die Lebenssituation von trans* Personen, verhandelte direkt mit der Bundesregierung über Gesetzesvorhaben und wurde 2018 zum geschäftsführenden Vorstand im Bundesverband Trans* gewählt.   Ebenfalls 2018 gründete sie ihr eigenes Projekt Transkids.de, wo sie trans* Kindern und Jugendlichen sowohl mit Beratung als auch mit Freizeitangeboten einen Ausgleich zur multiplen Belastungssituation schafft. Mehr Infos und Kontakt: HIER.
Ab 19 Uhr Start Austausch und Vernetzungsrunde zum Thema  

Themenfokus geschlechtliche und sexuelle Viefalt am Arbeitsplatz, Mobbingprävention, Gesundheitsförderung für bestehendes Personal, angemessene Honorierung geleisteter Arbeit im queeren Kontext zur Sicherstellung vorhandener und entstehender Strukturen  

16.30 Uhr – Projektvorstellung von Gorrety Ohms (45 Minuten):   Proseduc.org   Proseduc.org bietet sexuelle Bildung für Akteur*innen im Bereich Gesundheit, Soziales und Pflege, Auszubildende in den sozialen Arbeitsfeldern sowie Eltern an. Unser Ziel ist es die Versorgungslücke in der sexuellen Bildung zu schließen und das geht nur gemeinsam.   Gorrety Ohms CEO Proseduc.org – ist Kinderkrankenschwester, Traumapädagogin, Lehrbeauftragte für Sexualwissenschaft an der Evangelischen Hochschule Berlin (Schwerpunkt Soziale Arbeit). Sie ist Bildungsreferentin für Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt in Berlin und macht aktuell ihren Master in Angewandten Sexualwissenschaften in Merseburg. Ferner ist sie freie Mitarbeiterin beim Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): „Wahrscheinlich Peinlich“ (Tik-Tok)  

17.15 Uhr – Projektvorstellung von Michel Röhricht (45 Minuten):  

Projekt „Queer am Arbeitsplatz“ des LSVD Sachsen   Das Projekt bringt Menschen aus Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften zusammen, um die Regenbogenkompetenz in der sächsischen Arbeitswelt zu erhöhen. In Workshops, Fachgesprächen und Vernetzungstreffen möchte das Projekt deutlich machen, dass Unternehmen dadurch nicht nur die Diversität ihrer Belegschaft fördern können, sondern auch dazu beitragen, dass Ressentiments abgebaut und Diskriminierung entgegen gewirkt werden kann.   In der sächsischen Arbeitswelt erleben LSBTI-Beschäftige (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) immer noch Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung. Viele Arbeitnehmer*innen können zwar offener mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität umgehen als noch vor zehn Jahren. Gleichwohl gibt es eine Vielzahl von Menschen, die aus Angst vor Diskriminierung und Mobbing nicht über ihre sexuelle und geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz sprechen können oder wollen. Das soll sich ändern!   Michel Röhricht, Jahrgang 1978, Project Leader von Queer am Arbeitsplatz seit 2020 und Diplom-Betriebswirt. Meine Tätigkeitsgebiete sind schwerpunktmäßig der Freistaat Sachsen und seine regionale Arbeitswelt mit alle ihren Arten und Größen von Arbeitgeber*innen sowie in kleinerem Umfang der grenzüberschreitende Kontakt mit anderen Organisationen sowie die queere Geflüchtetenarbeit in Südwestsachsen. Vorangegangene berufliche Stationen waren Dresden und das Erzgebirge. Ihm liegen besonders Antidiskriminierungsarbeit, die Arbeit in verschiedenen Landesgremien als auch auf Bundesebene, in und außerhalb des LVSD, am Herzen.  

18.00 Uhr – Kerstin Fritzsche über queeres Leben und Arbeiten in Baden-Württemberg (45 Minuten):   LGBT*IQ -Netzwerke am Arbeitsplatz sind mehr denn je gefordert, um eine diskriminierungsfreie Atmosphäre zu gewährleisten. Sie ist dienlich der Gesundheitsförderung und trägt maßgeblich dazu bei, dass der Begriff WIR als Gesellschaft auch alle Menschen, die zu ihr gehören tatsächlich impliziert. Wie gelingt dies in Baden-Württemberg?   Kerstin Fritzsche ist zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim LSVD Baden-Württemberg. Seit April 2018 bereichert sie das dortige Vorstandsteam. Die gebürtige Hessin hat mitgeholfen, SchLAu (schwul-lesbische Aufklärung in der Schule) im Rhein-Main-Gebiet aufzubauen. Als Journalistin hat sie für verschiedene Medien die Auseinandersetzungen um den Bildungs- und Aktionsplan in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern begleitet. Neben einer Bildungspolitik der Vielfalt ist das Thema Rechtspopulismus ihr zweiter Schwerpunkt.  

18.45 Uhr Start Anschlussdiskussion mit Speaker*innen und Teilnehmenden  
Queerflexiv.de
Kooperationsprojekt des LSVD NRW zur bundesweiten Akzeptanzförderung an Schulen für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Fachpersonal
LSVD Landesverband NRW e.V.
Landesgeschäftsstelle
Rheingasse 6
50676 Köln

Kontakt: orga@queerflexiv.de  
 

Bisherige Veranstaltungen und Kooperationen im Projekt

  • 14.12.2021, 18.00 Uhr Webtalk: Gesprächsrunde über sexuelle Vielfalt: Erfahrungen von LSBTI* im Arbeitsleben
  • 25.11.2021, 17.00 Uhr Stand von LSBTI*-Beschäftigten in aller Welt – Onlinetalk
  • 23.11.2021, 16.00 Uhr Online-Podium „Zukunft schätzt Vielfalt“ – Herausforderungen und Chancen im Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Unternehmen
  • 21.10.2021, 17.00 Uhr Fortbildung II: SIND ALLE GLEICH…! – DISKRIMINIERUNG VERSUS GLEICHBEHANDLUNG – Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – Regelungen und Umsetzung. Eine Kooperation des LSVD Sachsen mit Academy-Isc
  • 20.10.2021, 14.00 Uhr Fortbildung I: Mehrfachdiskriminierung und Intersektionalität auf der Spur. Eine Kooperation des LSVD Sachsen mit Academy-Isc
  • 06.10.2021, 17:00 LGBT+ in Business von und mit BCG – Hybridevent von Prout@Work
  • 23.09.2021, 17:00 Uhr HYBRID-Seminare HERBST 2021 zu interkultureller Kompetenz und Diversity im Rahmen des Projektes „Hilfe für Helfer_Phase 4‟
  • 26.08.2021, 17.00 Uhr Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit – Kampagnen und Social Media
  • 27.07.2021, 17.00 Uhr Expert*innenrunde Queer und Arbeit im Vorfeld des CSD Chemnitz
  • 04.07.2021, 17.00 Uhr Onlinetalk zum Thema Nichtbinäre Menschen anlässlich des International Non-Binary Day (im Rahmen des CSD Leipzig)
  • 29.06.2021, 18.00 Uhr Best Practice und Pinkwashing – direkt nach dem Stonewall Day

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.