Vielfalt in den Unterricht!

LSVD SchuleOrientierungsrahmen für Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen überarbeitet

(08.12.2016) Anlässlich der Veröffentlichung des Orientierungsrahmens für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen erklärt Tom Haus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen unterstützt es ausdrücklich, dass Sexualerziehung als Teil einer werteorientierten Gesamterziehung fächerübergreifend gelehrt werden soll. Die neue Richtlinie trägt dem gesellschaftlichen und gesetzlichen Wandel Rechnung, erweitert den Familienbegriff und bezieht endlich auch Regenbogenfamilien mit ein. Auch beim Thema Geschlechtlichkeit finden sich mit dem überarbeiteten Rahmen jetzt auch trans*- und intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche wieder. Weiterlesen

Grußwort von Susann Rüthrich (SPD) zur Einweihung der Beratungsstelle „Information Center for LGBTI Refugees Chemnitz“ am 4. November 2016

Susann Rüthrich MdBSehr geehrter Herr Mertens,
sehr geehrte Frau Lambrecht,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

leider kann ich heute bei der Einweihung der Beratungsstelle „Information Center for LGBTI Refugees Chemnitz“ des LSVD Sachsen nicht dabei sein. Somit überbringe ich Ihnen auf diesem Wege meine herzlichsten Grüße.

Wir wissen, Schutzräume für Geflüchtete sind außerordentlich wichtig. Dies gilt insbesondere für queere Menschen, die in ihren Ländern zusätzlich aufgrund ihrer geschlechtlichen Identitäten oder ihres Begehrens Diskriminierung und Verfolgung erlitten haben. Leidvoll erleben die Menschen nach ihrer Ankunft in unserem Land häufig, dass die Diskriminierung und Bedrohungen vor und in den Unterkünften weiter gehen. Weiterlesen

Einladung: Vorstellung der LSVD-Beratungsstelle für LSBTI*-Geflüchtete in Chemnitz – 04.11.2016, 17:00 Uhr

queer-refugeesEinladung zur offiziellen Einweihung der Beratungsstelle „Information Center for LGBTI Refugees Chemnitz“ des LSVD Sachsen am 04. November um 17:00 Uhr

Seit Juli diesen Jahres besteht das „Information Center for LGBTI Refugees Chemnitz“ des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Landesverband Sachsen. Das Projekt wird durch den Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördert und ist Teil des sachsenweiten Beratungsnetzwerks mit Stellen in Dresden (Gerede e.V., CSD Dresden e.V.) und Leipzig (Rosa Linde e.V.). Weiterlesen

Segnung mit Hindernissen

kirche_teaserKirchenleitung der Sächsischen Landeskirche ermöglicht öffentliche Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren  

(20.10.2016) Anlässlich des Entschlusses der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, die kirchliche Segnung für gleichgeschlechtliche Paare mit Einschränkungen zu ermöglichen, erklären Tom Haus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Sachsen und Henny Engels, Sprecherin des LSVD-Bundesverbands:

Wir begrüßen die Entscheidung der Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche, nun endlich auch die Segnung von Lebenspartnerschaften in einem öffentlichen Gottesdienst zu ermöglichen. Auch die eingeschränkte Öffnung der Segnungs-Gottesdienste für Lesben und Schwule ist ein erster wichtiger Schritt zu mehr Akzeptanz in sächsischen Kirchen – allerdings bleibt noch einiges zu tun. Weiterlesen

LSBTI-Geflüchtete sachsenweit schützen

Sachsen etabliert landesweite Koordinierungsstelle
Netzwerktreffen 13.10.2016 ©
Heute wird in Dresden die landesweite Koordinierungsstelle für LSBTI-Flüchtlinge vorgestellt. Dazu erklärt Tom Haus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) freut sich sehr über diesen wichtigen Schritt. Inzwischen gibt es in Sachsen ein bundesweit einmaliges Unterstützungssystem für geflüchtete Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI). Dafür bedanken wir uns vor allem beim Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und der Staatsministerin Petra Köpping. Haltung zeigen, dass ist die richtige Antwort auf die erschreckenden Fällen von rassistischer und homo- und transphober Gewalt und Anfeindungen. Weiterlesen

LSVD Sachsen fordert gleichberechtigen Zugang zu Reproduktionsmedizin

Sachsen unterstützt Kinderwunscherfüllung für Paare ohne Trauschein

Sachsen ist nun das sechste Bundesland, in dem sich zukünftig auch Paare ohne Trauschein ihren Kinderwunsch erfüllen können, wenn medizinische Gründe eine Schwangerschaft erschweren. Michel Röhricht, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Sachsen erklärt hierzu:

Als Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen begrüßen wir die Entscheidung der Landesregierung, auch Paare ohne Trauschein bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches zu unterstützen.  Dies kann und darf aber nur der erste Schritt sein. Lesbische Frauen werden immer noch von der Förderung ausgeschlossen, auch wenn medizinische Gründe eine Schwangerschaft erschweren; denn verheiratete und nicht verheiratete Paare werden nicht unterstützt, wenn bei ihnen nur heterologe Kinderwunschbehandlungen möglich sind. Die Richtlinie muss dringend nachgebessert werden, um auch solche Paare bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches zu fördern.

Familie ist dort wo Kinder sind. Die Frage, ob Menschen mit Kinderwunsch heterosexuell oder gleichgeschlechtlich lieben, darf für die Erfüllung des Kinderwunsches keine Rolle spielen.

Aufruf: 19.06. – Hand in Hand für Vielfalt und Respekt und gegen Rassismus in Leipzig / Chemnitz

Menschenketten gegen AusgCkH4RjyXIAEKIto.jpg largerenzung und Hass

English version below

Ohne Angst verschieden sein, zu jeder Zeit, überall! Das muss in einer demokratischen Gesellschaft möglich sein. Doch Rechtspopulisten und organisierte Rechtsextreme geben sich als „das Volk“, als Vertretung „der schweigenden Mehrheit“ aus und hetzen gegen Flüchtlinge, Muslime und Minderheiten. Es reicht! Wir wollen in einer toleranten, offenen und demokratischen Gesellschaft leben. In der die Würde des Menschen unantastbar bleibt. Weiterlesen

Sachsen fördert LSVD-Beratungsstelle für Geflüchtete in Chemnitz

Queer-refugeesAnlässlich der Entscheidung der Sächsischen Aufbaubank (SAB) die geplante Beratungsstelle des Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen für LSBTI*-Asylsuchende in Chemnitz zu fördern, erklärt Tom Haus, Sprecher des LSVD Sachsen:

Durch die Förderung des Freistaates Sachsen ist es uns endlich möglich, eine hauptamtliche Beratung für Geflüchtete anzubieten, die wegen ihrer Liebe zum gleichen Geschlecht oder ihrer geschlechtlichen Identität ihre Heimat verlassen mussten. Darüber ist der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen sehr froh. Weiterlesen

Wir bringen Vielfalt an den Himmel über Sachsen

SachsenSachsenweiter Rainbowflasg 2016weiter Rainbowflash zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT), am 17. Mai 2016, erklärt Simon Günther, Sprecher des Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen:

Die Anzahl der Menschen, die Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) gleiche Rechte absprechen und sie wieder zurück in die Unsichtbarkeit drängen wollen, wächst langsam aber stetig an – nicht nur in Europa, sondern auch in Deutschland. Diskriminierung und Gewalt gegen LSBTI gehört auch in Sachsen vielerorts zum Alltag. Weiterlesen

CDU schafft Nährboden für Rechtspopulismus

CDU schafft Nährboden für Rechtspopulismus

Bundestagsabgeordnete der CDU laden AfD-nahe Birgit Kelle ein

(21.03.2016) Anlässlich der bevorstehenden Podiumsdiskussion „Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild?“, zu der die CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lämmel und der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Arnold Vaatz Birgit Kelle eingeladen haben, erklärt Simon Günther, Sprecher des LSVD-Sachsen:

Als Lesben- und Schwulenverband Sachsen sind wir erschrocken, dass Birgit Kelle erneut von der CDU die Möglichkeit erhält, ihre menschenfeindliche Ideologie vorzustellen. Mit dieser Einladung zeigt die CDU ein weiteres Mal, dass sie Rechtspopulismus und Homophobie durchaus für gesellschaftsfähig hält.

Birgit Kelle ist Mitinitiatorin der sogenannten „Märsche für das Leben“, die sich gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen richten. Sie organisierte die „Demo für alle“ gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg mit, sucht die Nähe zu Institutionen der Neuen Rechten und ultrakatholischen Organisationen wie den Legionären Christi und veröffentlicht immer wieder in rechtspopulistischen und AfD-nahen Medien. Birgit Kelle geht es um Abwertung und Ausgrenzung all jener, die nicht ultrakatholischen und rechtspopulistischen Familien und Geschlechterbildern entsprechen. Sie schafft damit den Nährboden für Ausgrenzung und Anfeindungen.

Dass die CDU und andere Parteien aus dem rechten Spektrum sich jetzt scheinbar für die Rechte von Frauen einsetzen möchten, muss als perfide Instrumentalisierung, der Ereignisse in der Silvesternacht in Köln, entlarvt werden.