Macht mit beim virtuellen Rainbow-Flash 2021!

Liebe Freund*innen,
liebe Unterstützer*innen des „Sachsenweiten Rainbowflashs“

Leider können wir aufgrund von Corona am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHIT*), nicht wie sonst unseren öffentlichen Rainbowflash in mehreren sächsischen Städten veranstalten. Dennoch wollen wir gerade deswegen auch in diesem Jahr aktiv werden und uns mit einer Social-Media-Aktion für Vielfalt und Respekt in Sachsen stark machen.

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Chemnitz: Erster Stolperstein für homosexuelles Opfer des NS-Regimes

LSVD gedenkt Adolf Wilhelmi

Stoplperstein für Adolf Wilhelmi in Chemnitz – LSVD gedenkt am 06 .Mai 2021

Chemnitz, 06. Mai 2021. Heute wurde in Chemnitz erstmals ein Stolperstein für ein homosexuelles Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gelegt. Der Stein erinnert an Adolf Wilhelmi, der am 26. August 1942 im KZ-Dachau ermordet wurde. Vor seinem Tod lebte er in Chemnitz und wurde unter dem homosexuellenfeindlichen Paragrafen 175 mehrmals verurteilt.

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26.04, 19.00: Online-Talk : #theLworksout Lesbisch. Sichtbar. Erfolgreich

Schubladendenken – wer kennt es nicht? Lesbische und bisexuelle Frauen wollen auch im Business-Kontext wahrgenommen werden. Die ersten Schritte dafür sind getan. Aber noch immer gibt es in Unternehmen wenige geoutete Vorbilder und auch in LGBT*IQ-Netzwerken sind Frauen meist in der Minderheit. Woran liegt das? Was ist nötig, damit sich mehr lesbische und bisexuelle Frauen öffentlich zeigen?

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14.04, 18.00: Online-Talk “K(ein) Regenbogen über Warschau”

© Delia Giandeini on Unsplash
© Delia Giandeini on Unsplash

Eingetragene Lebenspartnerschaften oder gar Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Polen bis heute weder rechtskräftig möglich noch parlamentarisch mehrheitlich gewollt. Seit 2019 bezeichnen sich schließlich immer mehr Woiwodschaften und Gemeinden als “LGBTfreieZonen”, als Gemeinden, die Queersein informell weder dulden noch respektieren.

Noch immer spielt vor allem der erzkonservative polnische Zweig der römisch-katholischen Kirche eine gewichtige Rolle in Politik und Gesellschaft; eine Beleidigung ihrer religiösen Gefühle wird strafrechtlich verfolgt. Worauf also kann die LGBTIQ*-Community in Polen nun noch hoffen? Wie sollten Brüssel und Berlin agieren, um den Druck auf Warschau zu erhöhen und damit von queeren Menschen vor Ort zu nehmen?

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1. Sprachmittler*innen-Treffen des Projektverbundes „Fachberatung queere Geflüchtete in Sachsen“

Am 3. März 2021 trafen sich erstmalig die Sprachmittler*innen des Queer Refugees Network (Leipzig, RosaLinde Leipzig e.V.), des Informationszentrums für LSBTI* Geflüchteten (Chemnitz, Lesben- und Schwulenverband Sachsen e.V.) und des Projektes „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ (Dresden, Gerede e.V.) im Rahmen eines Online-Formates. Ziel ist es, neben der Ermöglichung eines regelmäßigen Austausches die Sprachmittelnden, die im Rahmen der Beratung von lesbischen, schwulen, bisexuelle, trans*, inter*, asexuellen und queeren (lsbtiaq* oder kurz queeren) Geflüchteten tätig sind, zu vernetzen und zu empowern. Es soll ein geschützter Raum geschaffen werden, in dem sowohl Platz für Sorgen und Ängste, aber auch für Weiterentwicklung und Verbesserung der Sprachmittlung an den verschiedenen Standorten in Sachsen sein soll. Auch der Aufbau eines sachsenweiten LSBTIAQ*sensiblen Sprachmittler*innen Pool ist in Planung. Die Moderation der Treffen wird von einem langjährig tätigen Sprachmittler der Beratungsprojekte in Dresden und Chemnitz übernommen, welcher eine Ausbildung als Trialogtrainer absolviert hat.

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Leipziger Staatsanwaltschaft ernennt erstmalig eine LSBTTIQ* Ansprechperson

LSVD Sachsen begrüßt Entscheidung

Leipzig, 29. Januar 2020. Gestern hat die Staatsanwaltschaft in Leipzig die Ernennung der ersten Ansprechperson für LSBTTIQ* bekannt gegeben. Staatsanwältin Mareen Klenke ist damit Sachsens erste und bisher einzige Beauftragte für Betroffene und Zeuginnen von vorurteilsmotivierter Hasskriminalität gegen LSBTTIQ bei einer Staatsanwaltschaft.

„Wir begrüßen es sehr, dass nun erstmalig bei einer sächsischen Staatsanwaltschaft eine Ansprechstelle für Betroffene und Zeuginnen von Hasskriminalität, die sich gegen Lesben, Schwule, trans-, intergeschlechtliche sowie queere Menschen richtet, geschaffen wurde. In Städten wie Dresden, Chemnitz oder Zwickau müssen ebenfalls Ansprechpersonen bei den jeweiligen Staatsanwaltschaften benannt werden. Die zentrale Ansprechstelle für LSBTTIQ* bei der Landespolizei sollte ausgebaut und Zweigstellen in weiteren Städten geschaffen werden “, so Sabine Schanzmann-Wey aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Interviewpartner*innen für Uni-Studie gesucht!

LSBTIQ* im Visier der Staatssicherheit

Für das Forschungsprojekt “Theorie, Praxis und Konsequenzen der Operativen
Psychologie”
an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin suchen wir
Interviewpartner*innen, die:

  • aufgrund ihrer politischen Haltung oder Tätigkeiten von Repressionsmaßnahmen wie z.B. Maßnahmen der “Zersetzung” oder politischer Verfolgung durch das Ministerium für Staatssicherheit betroffen waren z.B. in Subkulturen, Kirchen, der Bürgerrechtsbewegung, Friedenskreisen, Umwelt- oder Frauenbewegung, der LGTBQI Community, jüdische Menschen, muslimische Menschen, Schwarze Menschen, BIPoC, Vertragsarbeiter*innen, Menschen aus migrantischen Communities, oder Sinti und Roma.
  • bereit sind, ihre Lebensgeschichte zu erzählen;
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Empathie statt Ignoranz: Homophobe- und transfeindliche Gewalt bekämpfen

LSVD Sachsen appelliert an Innenminister Wöller

Chemnitz, 25. Januar 2021. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen appelliert in einem Schreiben an Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ) entschieden zu begegnen. Sachsen sollte sich auch im Bund für eine kohärente Strategie gegen LSBTIQ-Feindlichkeit einsetzen.

„In Sachsen ist eine hohe Ablehnung von LSBTIQ und deren Lebensweisen zu beobachten. Dass zeigt nicht nur eine sächsische Studie zu Gewalterfahrungen aus dem Jahr 2019, sondern auch die Tötungsdelikte und die bundesweit steigende Zahl von Anfeindungen und LSBTIQ-feindlicher Gewalt. Wir brauchen dringend wirksame Konzepte und Präventionsprogramme in Bund und Ländern. Frei und sicher leben, ohne Angst vor Anfeindungen, das muss in Sachsen und vor allem auch bundesweit für LSBTIQ möglich sein. Diesen Appell haben wir an Innenminister Prof. Dr. Wöller gerichtet“, so Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Zusammenschluss des Projektverbundes „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“

Queere Vereine gründen gemeinsames Beratungsnetzwerk für Geflüchtete

Projektverbund „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“

20. Januar 2021. Zum Start des neuen Jahres haben sich die bestehenden psychosozialen Beratungsprojekte für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter, asexuelle und queere (lsbtiaq* oder kurz queere) Asylsuchende des Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen e.V., des RosaLinde Leipzig e.V. und des Gerede e.V. – Verein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Dresden zum Projektverbund „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“ zusammengeschlossen. 

Bereits seit 2016 wird an allen drei Standorten psychosoziale Beratung in multiprofessionellen Teams für queere, geflüchtete Menschen angeboten: Neben psychosozialer Beratung und der begleitenden Beratung zum Asylverfahren bestehen Empowerment-Angebote, Unterstützung in Unterbringungsfragen sowie Zugang zu Vernetzungsmöglichkeiten und unterstützenden Ehrenamtsstrukturen.

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Wanderausstellung: Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland

Blick auf die Wanderausstellung. Foto: LSVD

Was passiert, wenn LSBTI* aus einer Gesellschaft fliehen, weil Queer-Sein nicht geschützt, verfolgt oder gar bestraft wird? Wie ist es, in einem Land Schutz zu suchen, dass diesen per Gesetz vorsieht, Heterosexualität aber dennoch die Norm darstellt? Und wie wird das Leben jenseits dieser Norm im Asylprozess bedacht?

Die Verschränkung aus Fluchtmigration und sexueller Vielfalt und die damit einhergehende besondere Schutzbedürftigkeit wird häufig als Nischen-Thema betrachtet, dass „lediglich“ eine Minderheit betreffe. Mit einer Wanderausstellung möchte der LSVD Sachsen das Thema Queere Flucht und die Problemstellungen im Asylsystem aus eben jener Nische herausholen und die prekäre Lebensrealitäten von LSBTI* Geflüchteten skizzieren.

Dafür hat der LSVD Sachsen gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Klient*innen der Beratungsstelle Information Center for LGBTI* Refugees die Erfahrungen von queeren Geflüchteten aufbereitet. Zusätzlich konnten zahlreiche Menschen ihre Erlebnisse und Wahrnehmung über eine Online-Umfrage mit uns teilen und dank Axel Limbergers Buch „Das rettende Ufer – schwule Flüchtlinge berichten“ bereichern Interviewausschnitte aus Erfahrungsberichten unsere Zusammenstellung.

Der LSVD Sachsen freut sich, die daraus entstandenen Roll-Ups als Wanderausstellung „Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland“ zu veröffentlichen und Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Wir bedanken uns bei den Menschen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben, bei unseren ehrenamtlichen Unterstützer*innen, bei Christian Selent für das Design und beim Sozialministerium des Landes Sachsen und dem Sozialamt der Stadt Chemnitz für die Finanzierung.


Eine wandernde Ausstellung?

Ihr plant eine Kunstausstellung zu Fluchtmigration und möchtet Material rund um queere Geflüchtete mit einbeziehen? Ihr organisiert eine Informationsveranstaltung zu sexueller Diversität und möchtet das Thema Migration nicht außen vor lassen? Euch fällt auf, dass bei einem Interkulturellen Fest die Verschränkung aus Flucht und sexueller Vielfalt fehlt?

Dann meldet euch bei uns unter: refugee-support@lsvd.de

Unsere Ausstellung ist so konzipiert, dass sie flexibel einsetzbar ist. Wir kommen gerne mit unserer Ausstellung vorbei. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Materialien auszuleihen.