Archiv des Autors: Sabine Schanzmann-Wey

1. Sprachmittler*innen-Treffen des Projektverbundes „Fachberatung queere Geflüchtete in Sachsen“

Am 3. März 2021 trafen sich erstmalig die Sprachmittler*innen des Queer Refugees Network (Leipzig, RosaLinde Leipzig e.V.), des Informationszentrums für LSBTI* Geflüchteten (Chemnitz, Lesben- und Schwulenverband Sachsen e.V.) und des Projektes „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ (Dresden, Gerede e.V.) im Rahmen eines Online-Formates. Ziel ist es, neben der Ermöglichung eines regelmäßigen Austausches die Sprachmittelnden, die im Rahmen der Beratung von lesbischen, schwulen, bisexuelle, trans*, inter*, asexuellen und queeren (lsbtiaq* oder kurz queeren) Geflüchteten tätig sind, zu vernetzen und zu empowern. Es soll ein geschützter Raum geschaffen werden, in dem sowohl Platz für Sorgen und Ängste, aber auch für Weiterentwicklung und Verbesserung der Sprachmittlung an den verschiedenen Standorten in Sachsen sein soll. Auch der Aufbau eines sachsenweiten LSBTIAQ*sensiblen Sprachmittler*innen Pool ist in Planung. Die Moderation der Treffen wird von einem langjährig tätigen Sprachmittler der Beratungsprojekte in Dresden und Chemnitz übernommen, welcher eine Ausbildung als Trialogtrainer absolviert hat.

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Wanderausstellung: Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland

Blick auf die Wanderausstellung. Foto: LSVD

Was passiert, wenn LSBTI* aus einer Gesellschaft fliehen, weil Queer-Sein nicht geschützt, verfolgt oder gar bestraft wird? Wie ist es, in einem Land Schutz zu suchen, dass diesen per Gesetz vorsieht, Heterosexualität aber dennoch die Norm darstellt? Und wie wird das Leben jenseits dieser Norm im Asylprozess bedacht?

Die Verschränkung aus Fluchtmigration und sexueller Vielfalt und die damit einhergehende besondere Schutzbedürftigkeit wird häufig als Nischen-Thema betrachtet, dass „lediglich“ eine Minderheit betreffe. Mit einer Wanderausstellung möchte der LSVD Sachsen das Thema Queere Flucht und die Problemstellungen im Asylsystem aus eben jener Nische herausholen und die prekäre Lebensrealitäten von LSBTI* Geflüchteten skizzieren.

Dafür hat der LSVD Sachsen gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Klient*innen der Beratungsstelle Information Center for LGBTI* Refugees die Erfahrungen von queeren Geflüchteten aufbereitet. Zusätzlich konnten zahlreiche Menschen ihre Erlebnisse und Wahrnehmung über eine Online-Umfrage mit uns teilen und dank Axel Limbergers Buch „Das rettende Ufer – schwule Flüchtlinge berichten“ bereichern Interviewausschnitte aus Erfahrungsberichten unsere Zusammenstellung.

Der LSVD Sachsen freut sich, die daraus entstandenen Roll-Ups als Wanderausstellung „Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland“ zu veröffentlichen und Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Wir bedanken uns bei den Menschen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben, bei unseren ehrenamtlichen Unterstützer*innen, bei Christian Selent für das Design und beim Sozialministerium des Landes Sachsen und dem Sozialamt der Stadt Chemnitz für die Finanzierung.


Eine wandernde Ausstellung?

Ihr plant eine Kunstausstellung zu Fluchtmigration und möchtet Material rund um queere Geflüchtete mit einbeziehen? Ihr organisiert eine Informationsveranstaltung zu sexueller Diversität und möchtet das Thema Migration nicht außen vor lassen? Euch fällt auf, dass bei einem Interkulturellen Fest die Verschränkung aus Flucht und sexueller Vielfalt fehlt?

Dann meldet euch bei uns unter: refugee-support@lsvd.de

Unsere Ausstellung ist so konzipiert, dass sie flexibel einsetzbar ist. Wir kommen gerne mit unserer Ausstellung vorbei. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Materialien auszuleihen.

LSVD Sachsen gratuliert dem Gerede e. V. zum 30-jährigen Bestehen

Der Gerede e. V. in Dresden feiert heute sein 30-jähriges Bestehen. Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns, bei eurer Feier dabei zu sein!

Das Grußwort von Vorstandsmitglied Tom Haus:

Liebes Geburtstagskind,
liebes Team vom Gerede e.V.,

liebe Freund*innen,

30 Jahre Gerede – 30 Jahre Community in Dresden. Auf das, was ihr hier aufgebaut und geschaffen habt, könnt ihr mehr als stolz sein.

Heute ist ein Dresden ohne den GEREDE e.V. nicht denkbar und vor allem auch nicht wünschenswert. Ihr sorgt in Dresden dafür, dass die Vielfalt von unterschiedlichen Lebensweisen und Identitäten nicht nur leere Worthülsen bleiben, sondern auch aktiv im Stadtbild sichtbar und erlebbar werden.

Im Namen des LSVD Sachsen gratuliere ich Euch von Herzen zu eurem Jubiläum.

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14. Juli, 19 Uhr: LSBTI* in Sachsens Arbeitswelt 2020 – Lage und Aussichten

Online-Diskussionsrunde im Rahmen des CSD Leipzig

In der sächsischen Arbeitswelt erleben LSBTI*-Beschäftigte immer noch Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung. Viele Menschen können zwar schon offener mit ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität umgehen als noch vor zehn Jahren. Gleichwohl gibt es eine Vielzahl von Menschen, die aus Angst vor Diskriminierung und Mobbing nicht über ihre sexuelle und geschlechtliche Identität am Arbeitsplatz sprechen können oder wollen. Welche Erfahrungen machen junge LSBTI-Personen bereits beim Berufseinstieg? Welche Anforderungen stellen Sie an Ihren Arbeitgeber? Wieso sollte sexuelle und geschlechtliche Identität nicht nur eine Privatsache sein? Wie wichtig ist es, Vielfalt zu leben und diese zum Bestandteil der Firmenkultur zu machen? Wie kann man Sichtbarkeit schaffen? Welchen Nutzen haben eine offene Mitarbeiter*innen-Kultur und Netzwerke?

Wann?        Dienstag, 14. Juli 2020, 19.00 – 21.00 Uhr
Wo?             Zoom Web-Seminar

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