Archiv des Autors: René Mertens

26.04, 19.00: Online-Talk : #theLworksout Lesbisch. Sichtbar. Erfolgreich

Schubladendenken – wer kennt es nicht? Lesbische und bisexuelle Frauen wollen auch im Business-Kontext wahrgenommen werden. Die ersten Schritte dafür sind getan. Aber noch immer gibt es in Unternehmen wenige geoutete Vorbilder und auch in LGBT*IQ-Netzwerken sind Frauen meist in der Minderheit. Woran liegt das? Was ist nötig, damit sich mehr lesbische und bisexuelle Frauen öffentlich zeigen?

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14.04, 18.00: Online-Talk „K(ein) Regenbogen über Warschau“

© Delia Giandeini on Unsplash
© Delia Giandeini on Unsplash

Eingetragene Lebenspartnerschaften oder gar Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Polen bis heute weder rechtskräftig möglich noch parlamentarisch mehrheitlich gewollt. Seit 2019 bezeichnen sich schließlich immer mehr Woiwodschaften und Gemeinden als “LGBTfreieZonen”, als Gemeinden, die Queersein informell weder dulden noch respektieren.

Noch immer spielt vor allem der erzkonservative polnische Zweig der römisch-katholischen Kirche eine gewichtige Rolle in Politik und Gesellschaft; eine Beleidigung ihrer religiösen Gefühle wird strafrechtlich verfolgt. Worauf also kann die LGBTIQ*-Community in Polen nun noch hoffen? Wie sollten Brüssel und Berlin agieren, um den Druck auf Warschau zu erhöhen und damit von queeren Menschen vor Ort zu nehmen?

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Leipziger Staatsanwaltschaft ernennt erstmalig eine LSBTTIQ* Ansprechperson

LSVD Sachsen begrüßt Entscheidung

Leipzig, 29. Januar 2020. Gestern hat die Staatsanwaltschaft in Leipzig die Ernennung der ersten Ansprechperson für LSBTTIQ* bekannt gegeben. Staatsanwältin Mareen Klenke ist damit Sachsens erste und bisher einzige Beauftragte für Betroffene und Zeuginnen von vorurteilsmotivierter Hasskriminalität gegen LSBTTIQ bei einer Staatsanwaltschaft.

„Wir begrüßen es sehr, dass nun erstmalig bei einer sächsischen Staatsanwaltschaft eine Ansprechstelle für Betroffene und Zeuginnen von Hasskriminalität, die sich gegen Lesben, Schwule, trans-, intergeschlechtliche sowie queere Menschen richtet, geschaffen wurde. In Städten wie Dresden, Chemnitz oder Zwickau müssen ebenfalls Ansprechpersonen bei den jeweiligen Staatsanwaltschaften benannt werden. Die zentrale Ansprechstelle für LSBTTIQ* bei der Landespolizei sollte ausgebaut und Zweigstellen in weiteren Städten geschaffen werden “, so Sabine Schanzmann-Wey aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Interviewpartner*innen für Uni-Studie gesucht!

LSBTIQ* im Visier der Staatssicherheit

Für das Forschungsprojekt “Theorie, Praxis und Konsequenzen der Operativen
Psychologie”
an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin suchen wir
Interviewpartner*innen, die:

  • aufgrund ihrer politischen Haltung oder Tätigkeiten von Repressionsmaßnahmen wie z.B. Maßnahmen der “Zersetzung” oder politischer Verfolgung durch das Ministerium für Staatssicherheit betroffen waren z.B. in Subkulturen, Kirchen, der Bürgerrechtsbewegung, Friedenskreisen, Umwelt- oder Frauenbewegung, der LGTBQI Community, jüdische Menschen, muslimische Menschen, Schwarze Menschen, BIPoC, Vertragsarbeiter*innen, Menschen aus migrantischen Communities, oder Sinti und Roma.
  • bereit sind, ihre Lebensgeschichte zu erzählen;
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Empathie statt Ignoranz: Homophobe- und transfeindliche Gewalt bekämpfen

LSVD Sachsen appelliert an Innenminister Wöller

Chemnitz, 25. Januar 2021. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen appelliert in einem Schreiben an Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ) entschieden zu begegnen. Sachsen sollte sich auch im Bund für eine kohärente Strategie gegen LSBTIQ-Feindlichkeit einsetzen.

„In Sachsen ist eine hohe Ablehnung von LSBTIQ und deren Lebensweisen zu beobachten. Dass zeigt nicht nur eine sächsische Studie zu Gewalterfahrungen aus dem Jahr 2019, sondern auch die Tötungsdelikte und die bundesweit steigende Zahl von Anfeindungen und LSBTIQ-feindlicher Gewalt. Wir brauchen dringend wirksame Konzepte und Präventionsprogramme in Bund und Ländern. Frei und sicher leben, ohne Angst vor Anfeindungen, das muss in Sachsen und vor allem auch bundesweit für LSBTIQ möglich sein. Diesen Appell haben wir an Innenminister Prof. Dr. Wöller gerichtet“, so Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Zusammenschluss des Projektverbundes „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“

Queere Vereine gründen gemeinsames Beratungsnetzwerk für Geflüchtete

Projektverbund „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“

20. Januar 2021. Zum Start des neuen Jahres haben sich die bestehenden psychosozialen Beratungsprojekte für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter, asexuelle und queere (lsbtiaq* oder kurz queere) Asylsuchende des Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen e.V., des RosaLinde Leipzig e.V. und des Gerede e.V. – Verein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Dresden zum Projektverbund „Fachberatung für queere Geflüchtete in Sachsen“ zusammengeschlossen. 

Bereits seit 2016 wird an allen drei Standorten psychosoziale Beratung in multiprofessionellen Teams für queere, geflüchtete Menschen angeboten: Neben psychosozialer Beratung und der begleitenden Beratung zum Asylverfahren bestehen Empowerment-Angebote, Unterstützung in Unterbringungsfragen sowie Zugang zu Vernetzungsmöglichkeiten und unterstützenden Ehrenamtsstrukturen.

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LSVD-Projekt für queere Geflüchtete erhält Sächsischen Integrationspreis

Erneute Auszeichnung für das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz

Chemnitz, 04. Dezember 2020. Das Beratungs- und Unterstützungszentrum für LSBTI*-Geflüchtete des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen, das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz, wird mit dem Sächsischen Integrationspreises 2020 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 3000 € verbunden, das in die Geflüchteten-Arbeit des LSVD in Sachsen fließen wird. Nach dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ist es bereits die zweite Auszeichnung für das Projekt in diesem Jahr.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung, die wir für unser Engagement für queere Geflüchtete in Sachsen durch den Integrationspreis erhalten. Seit vier Jahren arbeitet unser Projekt daran, für das Thema LSBTI* und Flucht zu sensibilisieren und eine  entsprechende Integration der Asylsuchenden zu erreichen. Damit wollen wir vor allem auch die Sichtbarkeit dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe erhöhen und zu einem vielfältigen Miteinander in Sachsen beitragen. Nur durch gegenseitigen Respekt und Offenheit kann eine erfolgreiche Integration gelingen“, erklärt Sabine Schanzmann-Wey vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen.

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16.12; Online: Veröffentlichung der Datenerhebung zu „Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von LSBTI* Geflüchteten in Sachsen“

Das Projekt „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ des Gerede e.V. hat in diesem Jahr in Kooperation mit QueerRefugeesNetwork des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Informationszentrum für LSBTI* Geflüchtete des LSVD Sachsen Daten zu gemachten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten in Sachsen erhoben. Es werden zwei Termine für die Vorstellung angeboten.

— Die Vorstellung wird an zwei Terminen 10.00 und 17.00 angeboten —

Das Projekt „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ des Gerede e.V. in Dresden hat in diesem Jahr – mit Unterstützung der Kooperationspartner*innen des QueerRefugeesNetwork des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Informationszentrum für LSBTI* Geflüchtete des LSVD Sachsen in Chemnitz – Daten zu gemachten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten in Sachsen erhoben.

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03.12, 16.00: Online: „Ehe für Alle“ – Sächsisch-Tschechisches Symposium

Das Sächsische Verbindungsbüro des Staatsministeriums der Justiz und für Europa und Gleichstellung möchte das Thema Öffnung der Ehe grenzüberschreitend beleuchten

Fleur Brebels on unsplash

Das Thema „Ehe für alle“ wird in wohl allen Gesellschaften kontrovers diskutiert. Einige Länder, wie Deutschland, haben sie bereits eingeführt, andere, wie die Tschechische Republik, noch nicht. Das Sächsische Verbindungsbüro des Staatsministeriums der Justiz und für Europa und Gleichstellung möchte daher das Thema Öffnung der Ehe grenzüberschreitend beleuchten und lädt zum Sächsisch-Tschechischen Symposium „Ehe für Alle“ ein. Im Rahmen des Sächsisch-Tschechischen Symposiums sind Sabine Schanzmann-Wey vom LSVD Sachsen und Günter Dworek aus dem LSVD Bundesvorstand als Imputgeber*innen mitdabei.

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LSVD-Projekt wird mit Sächsischem Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet

Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz erhält Anerkennungspreis

Sächsicher Förderpeis für Demokratie © Amadeu Antonio Stiftung

Chemnitz, 11. November 2020. Gestern Abend wurde das Unterstützungsprojekt für LSBTI*-Geflüchtete des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen, das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz, mit dem Sächsischen Förderpreises für Demokratie ausgezeichnet. Im Rahmen eines digitalen Festaktes erhielt das Projekt einen mit 1000 Euro dotierten Anerkennungspreis. Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird jährlich unter anderem von der Amadeu Antonio Stiftung ausgelobt. Die Jury wählte diesmal aus über 50 Bewerbungen insgesamt sechs Preisträger*innen aus.

„Wir sind stolz und dankbar, dass unser Flüchtlingsprojekt den Anerkennungspreis erhalten hat. Die Ehrung gilt vor allem unseren Mitarbeitenden in der Beratungsstelle in Chemnitz. Bereits vor der Corona-Krise waren LSBTI*-Asylsuchende von Gewalt und Anfeindungen in und um Aufnahmeeinrichtungen betroffen. Die nun erneut drohenden Kontaktverbote und Ausgangssperren könnten diese prekäre Lage verschlimmern. Auch das gesellschaftliche Klima in Sachsen wird zunehmend rauer. Neben großer Hilfsbereitschaft artikuliert sich oft offener Hass und es gibt ein erschreckendes Ausmaß rassistischer und LSBTI*-feindlicher Angriffe“, erklärt Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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