Archiv des Autors: René Mertens

LSVD-Projekt für queere Geflüchtete erhält Sächsischen Integrationspreis

Erneute Auszeichnung für das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz

Chemnitz, 04. Dezember 2020. Das Beratungs- und Unterstützungszentrum für LSBTI*-Geflüchtete des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen, das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz, wird mit dem Sächsischen Integrationspreises 2020 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 3000 € verbunden, das in die Geflüchteten-Arbeit des LSVD in Sachsen fließen wird. Nach dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie ist es bereits die zweite Auszeichnung für das Projekt in diesem Jahr.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung, die wir für unser Engagement für queere Geflüchtete in Sachsen durch den Integrationspreis erhalten. Seit vier Jahren arbeitet unser Projekt daran, für das Thema LSBTI* und Flucht zu sensibilisieren und eine  entsprechende Integration der Asylsuchenden zu erreichen. Damit wollen wir vor allem auch die Sichtbarkeit dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe erhöhen und zu einem vielfältigen Miteinander in Sachsen beitragen. Nur durch gegenseitigen Respekt und Offenheit kann eine erfolgreiche Integration gelingen“, erklärt Sabine Schanzmann-Wey vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen.

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16.12; Online: Veröffentlichung der Datenerhebung zu “Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von LSBTI* Geflüchteten in Sachsen”

Das Projekt „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ des Gerede e.V. hat in diesem Jahr in Kooperation mit QueerRefugeesNetwork des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Informationszentrum für LSBTI* Geflüchtete des LSVD Sachsen Daten zu gemachten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten in Sachsen erhoben. Es werden zwei Termine für die Vorstellung angeboten.

— Die Vorstellung wird an zwei Terminen 10.00 und 17.00 angeboten —

Das Projekt „borderless diversity – Grenzenlose Vielfalt“ des Gerede e.V. in Dresden hat in diesem Jahr – mit Unterstützung der Kooperationspartner*innen des QueerRefugeesNetwork des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Informationszentrum für LSBTI* Geflüchtete des LSVD Sachsen in Chemnitz – Daten zu gemachten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von queeren Geflüchteten in Sachsen erhoben.

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03.12, 16.00: Online: „Ehe für Alle“ – Sächsisch-Tschechisches Symposium

Das Sächsische Verbindungsbüro des Staatsministeriums der Justiz und für Europa und Gleichstellung möchte das Thema Öffnung der Ehe grenzüberschreitend beleuchten

Fleur Brebels on unsplash

Das Thema “Ehe für alle” wird in wohl allen Gesellschaften kontrovers diskutiert. Einige Länder, wie Deutschland, haben sie bereits eingeführt, andere, wie die Tschechische Republik, noch nicht. Das Sächsische Verbindungsbüro des Staatsministeriums der Justiz und für Europa und Gleichstellung möchte daher das Thema Öffnung der Ehe grenzüberschreitend beleuchten und lädt zum Sächsisch-Tschechischen Symposium „Ehe für Alle“ ein. Im Rahmen des Sächsisch-Tschechischen Symposiums sind Sabine Schanzmann-Wey vom LSVD Sachsen und Günter Dworek aus dem LSVD Bundesvorstand als Imputgeber*innen mitdabei.

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LSVD-Projekt wird mit Sächsischem Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet

Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz erhält Anerkennungspreis

Sächsicher Förderpeis für Demokratie © Amadeu Antonio Stiftung

Chemnitz, 11. November 2020. Gestern Abend wurde das Unterstützungsprojekt für LSBTI*-Geflüchtete des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen, das Information Center for LGBTI Refugees in Chemnitz, mit dem Sächsischen Förderpreises für Demokratie ausgezeichnet. Im Rahmen eines digitalen Festaktes erhielt das Projekt einen mit 1000 Euro dotierten Anerkennungspreis. Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird jährlich unter anderem von der Amadeu Antonio Stiftung ausgelobt. Die Jury wählte diesmal aus über 50 Bewerbungen insgesamt sechs Preisträger*innen aus.

„Wir sind stolz und dankbar, dass unser Flüchtlingsprojekt den Anerkennungspreis erhalten hat. Die Ehrung gilt vor allem unseren Mitarbeitenden in der Beratungsstelle in Chemnitz. Bereits vor der Corona-Krise waren LSBTI*-Asylsuchende von Gewalt und Anfeindungen in und um Aufnahmeeinrichtungen betroffen. Die nun erneut drohenden Kontaktverbote und Ausgangssperren könnten diese prekäre Lage verschlimmern. Auch das gesellschaftliche Klima in Sachsen wird zunehmend rauer. Neben großer Hilfsbereitschaft artikuliert sich oft offener Hass und es gibt ein erschreckendes Ausmaß rassistischer und LSBTI*-feindlicher Angriffe“, erklärt Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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Dresden: Entsetzen nach homosexuellenfeindlichem Attentat – Strafverfolgungsbehörden müssen LSBTIQ-feindliche Motivation einbeziehen

LSVD: Strafverfolgungsbehörden müssen LSBTIQ-feindliche Motivation einbeziehen

Chemnitz, 29. Oktober 2020. Am 04. Oktober wurde in der Dresdner Innenstadt ein schwules Paar von einem mutmaßlichen Islamisten angegriffen. Dabei wurde einer der Männer des Paares getötet, der anderen schwer verletzt. Trotz erster Anzeichen für ein homosexuellenfeindliches Tatmotiv schweigen Polizei, Staatsanwaltschaft und Innenministerium zu einem möglichen LSBTIQ-feindlichen Hassverbrechen. Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

„Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) verurteilt die Terrortat in Dresden aufs Schärfste. Wir sind in Gedanken bei dem Partner des Ermordeten und den Hinterbliebenen. Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere (LSBTIQ) Menschen werden angegriffen, weil LSBTIQ*-feindliche Ideologien sich hartnäckig in unserer Gesellschaft halten. Es ist unverständlich, weshalb die Strafverfolgungsbehörden und das Innenministerium in Sachsen zu dem möglichen homosexuellenfeindlichen Tatmotiv schweigen“, erklärt Tom Haus aus dem Landesvorstand des LSVD Sachsen.

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CSD in Dresden

LSVD Sachsen nimmt in diesem Jahr nicht am CSD in Dresden teil

Liebe Freund*innen,

der LSVD Sachsen hat sich entschieden in diesem Jahr nicht am CSD in Dresden teilzunehmen. Die steigenden Infektionszahlen und unsere Verantwortung gegenüber unseren Ehrenamtler*innen und Mitarbeitenden hat diese Entscheidung notwendig gemacht.

Im nächsten Jahr wollen wir wieder gern in Dresden zum CSD dabei sein, sofern es das Infektionsrisiko zulässt oder dem Covid 19 Virus bis dahin der Garaus gemacht wurde.

Herzliche Grüße
Euer Landesvorstand
i.a. Tom Haus

LSVD Sachsen zeigt Solidarität mit CSD Pirna nach Vandalismus gegen Regenbogenflagge

Ein Zeichen setzen – genau darum sollte es beim Hissen der Regenbogenflagge in Pirna am 05.07.2020 gehen. Ein Statement für mehr Offenheit, Akzeptanz und öffentliche Unterstützung gegenüber LSBTI*. Nicht einmal eine Woche später liegt genau dieses Zeichen am Boden, denn sowohl Mast als auch Flagge wurden in der Nacht zum 12.07.2020 Opfer von Vandalismus. Vandalismus, der in Pirna leider kein Einzelfall ist.

Quelle des Fotos: CSD Pirna e.V.

Wir als LSVD Sachsen verurteilen die Geschehnisse in Pirna zutiefst und zeigen uns solidarisch gegenüber unseren Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen in Pirna. Nach diesem LSBTI*-feindlichen Vandalismus sollte die Stadt Pirna die Regenbogenflagge dauerhaft vor dem Rathaus platzieren und so deutlich machen, dass Hass und Hetzte gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) in Pirna keinen Platz haben.

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15.07, 19.00 Uhr WebSeminar: Adoptionshilfegesetz – ein aktueller „Baustellenbesuch“ im Jahr 2020

Ob Zwei-Mütter-Familien, Zwei-Väter-Familien, Mutter-Vater-Kind(er)-Familien, Mehrelternfamilien oder Familien mit trans- und intergeschlechtlichen Eltern – so zahlreich sie sind, so zahlreich die Herausforderungen im alltäglichen Leben. Vielfalt ist Realität. Aber aktuell klafft eine gesetzliche Lücke, die Ungewissheit, Ängste und Rechtsverfahren zu Lasten aller Beteiligten auslöst. Wie sehen die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer Anerkennung neuer Familienformen aus? Oder stehen wir gerade erst am Anfang eines solchen Weges?

Wir debattieren am 15. Juli ab 19:00 Uhr mit Ulle Schauws, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/Mitglied des Dt. Bundestages, der Juristin Gabriela Lünsmann (LSVD) sowie mit betroffenen Familien, die sich gerade in einem Adoptionsprozess befinden.

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Out am Arbeitsplatz in Sachsen?!

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) stärkt Mitarbeitende und Unternehmen

Foto: Marvin Meyer SYTO3xs06fU-unsplash

02. Juli 2020. Chmenitz. Ob das Familienfoto auf dem Schreibtisch oder der Small Talk über die Urlaubspläne mit der Partnerin – Heterosexuelle sprechen am Arbeitsplatz so selbstverständlich wie unbewusst über ihre sexuelle Identität. Obgleich Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans– und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) diese Offenheit für sich ebenfalls in Anspruch nehmen, erleben sie in der sächsischen Arbeitswelt immer noch Ausgrenzung und Diskriminierung. Das Projekt des LSVD Sachsen „Queer am Arbeitsplatz“ möchte Mitarbeitende, Unternehmen und Verbände stärken sowie Ressentiments am Arbeitsplatz entgegenwirken.

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07. Juli, 18.00 Uhr: Queer in der Arbeitswelt – Vielfalt als Erfolgsrezept für Unternehmen

Virtuelles Expert*innen-Gespräch

Alle Unternehmen sind auf der Suche nach den besten Talenten, nicht zuletzt da der Fachkräftemangel zunehmend zu einem Risikofaktor wird. Gerade das Potenzial bei LSBTI-Arbeitnehmer*innen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) wird jedoch noch nicht überall in Sachsen genutzt.

Wann? Dienstag, 7. Juli 2020, 18.00 – 19.30 Uhr
Wo? Zoom Web-Seminar

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