Wanderausstellung: Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland

Blick auf die Wanderausstellung. Foto: LSVD

Was passiert, wenn LSBTI* aus einer Gesellschaft fliehen, weil Queer-Sein nicht geschützt, verfolgt oder gar bestraft wird? Wie ist es, in einem Land Schutz zu suchen, dass diesen per Gesetz vorsieht, Heterosexualität aber dennoch die Norm darstellt? Und wie wird das Leben jenseits dieser Norm im Asylprozess bedacht?

Die Verschränkung aus Fluchtmigration und sexueller Vielfalt und die damit einhergehende besondere Schutzbedürftigkeit wird häufig als Nischen-Thema betrachtet, dass „lediglich“ eine Minderheit betreffe. Mit einer Wanderausstellung möchte der LSVD Sachsen das Thema Queere Flucht und die Problemstellungen im Asylsystem aus eben jener Nische herausholen und die prekäre Lebensrealitäten von LSBTI* Geflüchteten skizzieren.

Dafür hat der LSVD Sachsen gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Klient*innen der Beratungsstelle Information Center for LGBTI* Refugees die Erfahrungen von queeren Geflüchteten aufbereitet. Zusätzlich konnten zahlreiche Menschen ihre Erlebnisse und Wahrnehmung über eine Online-Umfrage mit uns teilen und dank Axel Limbergers Buch „Das rettende Ufer – schwule Flüchtlinge berichten“ bereichern Interviewausschnitte aus Erfahrungsberichten unsere Zusammenstellung.

Der LSVD Sachsen freut sich, die daraus entstandenen Roll-Ups als Wanderausstellung „Queere Flucht und Queeres Leben in Deutschland“ zu veröffentlichen und Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Wir bedanken uns bei den Menschen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben, bei unseren ehrenamtlichen Unterstützer*innen, bei Christian Selent für das Design und beim Sozialministerium des Landes Sachsen und dem Sozialamt der Stadt Chemnitz für die Finanzierung.


Eine wandernde Ausstellung?

Ihr plant eine Kunstausstellung zu Fluchtmigration und möchtet Material rund um queere Geflüchtete mit einbeziehen? Ihr organisiert eine Informationsveranstaltung zu sexueller Diversität und möchtet das Thema Migration nicht außen vor lassen? Euch fällt auf, dass bei einem Interkulturellen Fest die Verschränkung aus Flucht und sexueller Vielfalt fehlt?

Dann meldet euch bei uns unter: refugee-support@lsvd.de

Unsere Ausstellung ist so konzipiert, dass sie flexibel einsetzbar ist. Wir kommen gerne mit unserer Ausstellung vorbei. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Materialien auszuleihen.

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