Solidarität mit LSBTIQ in der Türkei

Gemeinsame Erklärung  des Gerede – homo, bi und trans, AIDS-Hilfe Dresden, Frauen Leben Vielfalt, LAG Queeres Netzwerk Sachsen, Genderkompetenzzentrum Sachsen, RAA Sachsen und des LSVD Sachsen

Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte am 01. Juli eine Demonstration lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und queerer Aktivist*innen zur Pride-Parade in Istanbul. Es wurden Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt, es kam zu Inhaftierungen. In den letzten 26 Jahren entwickelte sich der Istanbul Pride zu einem Ort der Freude und der Selbstbestimmung. Zehntausende versammelten sich jährlich zur größten LSBTIQ*-Demonstration Südosteuropas.

Bereits zum vierten Mal in Folge wurde in diesem Jahr kurzfristig die Pride-Parade vom Gouverneur der Stadt verboten, offiziell mit der Begründung von Sicherheitsbedenken. Die Veranstalter*innen erklärten die Verbote mit einer zunehmenden staatlichen Diskriminierung. Trotz des Verbots kamen am Sonntag mehrere Hundert Menschen zu Happenings und einer Kurz-Demonstration zusammen, um für die Gleichberechtigung von LSBTIQ* zu demonstrieren. „Verschiedene Sexualitäten und Lebensformen gehören zum Gesellschaftsbild und lassen sich nicht verbieten“, so Peter Bienwald, Vorstand des Gerede e.V.

Wir erklären uns solidarisch mit all den Menschen in der Türkei, die für ihre Rechte und für Gleichstellung auf die Straße gehen!

Gleichzeitig warnen wir vor einer Politik, die Pluralität, Freiheit und Menschenrechten feindlich gegenübersteht. Wir nehmen den Protestruf der türkischen LSBTIQ*-Community ernst: „Wir gehorchen nicht, wir schweigen nicht, wir fürchten uns nicht!“

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