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LSVD Sachsen: Vielfalt in sächsischen Schulen leben und lehren

Pressemitteilung vom 23.06.2015

Kultusministerium muss sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verbindlich im Rahmenlehrplan verankern

Anlässlich der Landtagsdebatte zum Antrag der Fraktion Die Linke „Sexualbildung in den Schulen im Freistaat Sachsen modernisieren“ (Drs 6 /1539) erklärt Tom Haus, Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband Sachsen (LSVD) fordert die Landesregierung auf, endlich auch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verbindlich in die Schul- und Lehramtsbildung zu integrieren. Sexualbildung ist ein wesentlicher Teil einer werteorientierten Gesamterziehung und gehört fächerübergreifend in den Unterricht und die Lehramtsbildung hinein.

Statt lediglich eines neuen Orientierungsrahmens für Sexualerziehung bedarf es eines verbindlichen Rahmenlehrplans mit konkreten Zielvorgaben. Nur so werden Schulen und Bildungseinrichtungen ihrem Bildungsauftrag gerecht, junge Menschen auf gesellschaftliche Vielfalt im Alltagsleben vorzubereiten.

Transgeschlechtlichkeit gehört genauso in den Unterricht, wie Intergeschlechtlichkeit oder unterschiedliche Familienmodelle. Darüber muss in Schule und Ausbildung sachlich und altersangemessen informiert werden. Daher setzt sich der LSVD Sachsen dafür ein, dass die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten eine adäquate Behandlung in der pädagogischen Aus- und Fortbildung findet. Hier muss die Landesregierung schnellstmöglich die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Nur dann können Homo- und Transphobie nachhaltig bekämpft werden.

Eine Pädagogik der Vielfalt bestärkt Kinder und Jugendliche darin ein positives Selbstbild zu entwickeln und befähigt sie, sich selbstbewusst gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu behaupten. Sie ermutigt tradierte Geschlechterrollen kritisch zu hinterfragen, um sich mit ihrer Identität selbstbewusst behaupten zu können. Diesen Bildungsauftrag muss Schule heute und morgen erfüllen können – ein verbindliches Konzept wäre der erste Schritt dorthin.

Weitere Information und Kontaktmöglichkeiten in der PDF zum herunterladen.

LSVD ruft zur Unterstützung der DEMO in Dresden am 15.11.2014 auf

Pressemitteilung des LSVD Sachsen vom 12.11.2014

Dresden steht auf für Akzeptanz 

15.11. 2014, Schlossplatz, 13.00 Uhr: Demonstration für Vielfalt und Respekt an Schulen

Am kommenden Samstag, den 15.11.2014 findet in Dresden eine Demonstration der „Besorgten Eltern“ gegen eine vermeintliche „Frühsexualisierung an der Grundschule“ statt. Zeitgleich gibt es eine Gegendemonstration, die für ein offenes und diskriminierungsfreies Klima an Schulen wirbt. Dazu erklärt Hartmut Rus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Die Demonstration der scheinbar harmlos klingenden Initiative „Besorgte Eltern“ wird homophoben und rechtspopulistischen Positionen eine Plattform bieten. Die Initiative beruft sich in ihren Argumenten auf dubiose Homoheilungsunterstützer und Verschwörungstheoretiker. Initiativen zur Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgender werden mit einer Sexualisierung von Kindern gleichsetzt.

Statt sich für ein mobbingfreies und wertschätzendes Klima an Schulen einzusetzen, sorgen sich diese Eltern nur um eins: Ihre eigenen Kinder könnten nicht heterosexuell werden, wenn diese von der Existenz von Lesben, Schwulen oder Transgender erfahren. Das ist Unsinn! Sollten die eigenen Kinder lesbisch, schwul oder transgeschlechtlich sein, ist das nicht erlernt. Die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität eines Menschen lässt sich nicht verändern. Jeder Versuch führt zu schweren seelischen Störungen. Was sich jedoch verändern lässt, ist, ob diese nach einem Coming-out Ausgrenzungserfahrungen machen oder von ihrem sozialen und schulischen Umfeld anerkannt werden und Wertschätzung erfahren.

Die Argumentation der „Besorgten Eltern“ erinnert daher stark an das russische Antihomosexualitätsgesetz, welches das Sprechen über gleich- und transgeschlechtliche Lebensweisen verbietet. In Russland setzt man das Programm der Ausgrenzung und Verheimlichung im Bildungssystem um, mit resultierender verheerender Gewalt und Diskriminierung.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen ruft daher zur Teilnahme an der Gegendemonstration am 15. November um 13.00 Uhr auf dem Schlossplatz in Dresden auf und unterstützt das Aktionsbündnis in Dresden. Die dubiosen Argumente der Initiative „Besorgte Eltern“ dürfen nicht unwidersprochen bleiben, sondern müssen als das entlarvt werden, was sie sind – undemokratisch, gefährlich und minderheitenfeindlich.

Weitere LSVD-Infos unter:      www.sachsen.lsvd.de   www.lsvd.de/politik/bildung.html

Facebook-Seite der vom LSVD unterstützten Demo:  www.facebook.com/events/709165149159357/

Für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt stimmen!

Informieren und Wählen gehen wahlprüfsteine_sachsen_2014

Wie werden sich die Parteien für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt in Sachsen einsetzen? Anläßlich der Landtagswahl am 31. August haben wir bei Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, Linke, Piraten und SPD nach gehakt.

Der LSVD Sachsen fordert die Erweiterung des Gleichheitsartikels um das Merkmal der sexuellen Identität in der sächsischen Landesverfassung. Nur ein Landesaktionsplan geht Homo- und Transphobie aktiv an und trägt zu einem angst- und vorurteilsfreien Miteinander bei. Einer der großen Schwerpunkte ist dabei der Bildungsbereich: Der Alltag und die Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender müssen auch verbindlicher Teil der Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien sein. Mit sensibler Aus- und Fortbildung können Lehrkräfte dann kompetent und offen zur Aufklärungsarbeit beitragen und somit Unwissen, Vorurteilen und Ausgrenzung begegnen. Nicht mit allen Parteien ist das zu machen.

Wahlprüfsteine des LSVD Sachsen

Auswertung

Antworten von Bündnis 90/Die Grünen

Antworten der CDU

Antworten der FDP

Antworten der Linken

Antworten der Piraten Sachsen

Antworten der SPD Sachsen

Pressemitteilung vom 21.08.2014

Rainbowflash Sachsen 2014:

Am 17. Mai 2014 ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie. Zusammen setzen wir ein buntes Zeichen für Akzeptanz und gleiche Rechte. Mit Luftballons lassen wir in sechs sächsischen Städten Botschaften gegen Diskriminierung in den Himmel steigen. Ein offenes und vielfältiges Sachsen – das ist unsere Forderung im Jahr der Landtagswahlen.

Seid dabei!

Rainbowflashs in Sachsen:

  • Dresden (Goldener Reiter), ab 18.00 Uhr
  • Chemnitz (Roter Turm), ab 18.00 Uhr
  • Leipzig (Augustusplatz), ab 18.00 Uhr (ab 15 Uhr Demonstration des Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik (RGL) des Student_innenRats (StuRa) der Universität Leipzig und dem RosaLinde Leipzig vom Körnerplatz zum Augustusplatz)
  • Plauen (Theaterplatz), ab 18.00 Uhr
  • Pirna (Markt), ab 18.00 Uhr
  • Torgau (Markt), ab 18.00 Uhr

Veranstaltungen bei facebook

Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen. Homosexualität gilt seitdem auch offiziell nicht mehr als Krankheit.

Nimm teil am weltweiten RainbowFlash 2014:
– schreib deine Botschaft gegen Homophobie auf,
– lass sie mit einem Luftballon fliegen,
– nimm es als Foto oder Video auf,
– share your RAINBOWFLASH over the Internet.

Am 17. Mai 2014 um 19.00. Egal, wo du bist.

Für die tolle Unterstützung danken wir

AIDS-Hilfe Chemnitz – AIDS-Hilfe Leipzig – AIDS-Hilfe Westsachsen – AkuBiZ Pirna – AWO Plauen – Bündnis 90/Die Grünen – Christlich-Schwul-Lesbischer Stammtisch Dresden – CSD Chemnitz – CSD Dresden – CSD Leipzig – CSD Pirna – DGB – Different People – Die Falken – Forum Kunst Plauen – Frauenkultur Leipzig – Gerede – Veronika Glitzner (Gleichstellungsbeauftragte im Vogtlandkreis) – Burkhard Jung (Oberbürgermeister von Leipzig) – J.u.n.g.S Leipzig – JuLe Leipzig – JuLis Vogtland – JuSos Sachsen – Susanna Karawanskij (MdB) – Katja Kipping (MdB) – Daniela Kolbe (MdB) – Caren Lay (MdB) – Monika Lazar (MdB) – Die Linke – linksjugend [solid] – linXXnet – Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen – Quer Beet, Soziokulturelles Zentrum in Chemnitz – Panoptikum Dresden – Piratenpartei – Politischer Jugendring Dresden – Pony Club – Susann Rüthrich (MdB) – SchLaU Dresden – Schwusos Chemnitz – Schwusos Leipzig – SPD – Stura der TU Dresden –- Wolfgang Tiefensee (MdB) – Tolerantes Sachsen –, Trans-Identität Zwickau – Weiterdenken, Heinrich-Böll-Stiftung – Jörn Wunderlich (MdB)

 

05. März 2014: Chemnitz stoppt Nazis

LSVD Sachsen unterstützt Bündnis für Frieden und Toleranz

Am 05. März wollen Rechte in Chemnitz aufmarschieren. Ein Bündnis organisiert die Gegenproteste. Dazu erklärt Tom Haus, Vorstand im Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband Sachsen (LSVD) ruft dazu auf, auf die Straße zu gehen und Gesicht zu zeigen, für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Rechte Ideologien stehen für Hass, Gewalt und Ausgrenzung. Sie propagieren Rassismus und Homophobie. Dafür darf es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben, weder in Chemnitz noch anderswo. Daher unterstützen wir das breite Bündnis gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis am 05. März in Chemnitz.

Hintergrundinformationen
www.chemnitz-nazifrei.de

Mobilisierungsvideo auf youtube

Aktionsbündnis NoCompact unterstützen und am Protest in Leipzig teilnehmen!

LSVD Sachsen freut sich über VerstärkungFlyer NoCompact

Am kommenden Wochenende findet in Schkeuditz/ Leipzig die Compact-Konferenz für Souveränität statt. Dazu erklärt Hartmut Rus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Die Compact-Konferenz wird homophoben und rechtspopulistischen Positionen eine Plattform bieten. Diese dürfen nicht unwidersprochen bleiben, sondern müssen als das entlarvt werden, was sie sind – undemokratisch, gefährlich und minderheitenfeindlich. Daher unterstützt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) das Aktionsbündnis NoCompact. Ein breiter und lauter Protest für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt ist auch angesichts der gegenwärtigen Diskussion in den Koalitionsverhandlungen um die Öffnung der Ehe ein Fingerzeig in Richtung SPD und Union. Volle Gleichstellung jetzt! Weiterlesen

Schkeuditz für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt!

Wappen SchkeuditzLSVD warnt Oberbürgermeister Enke vor homophoben Kongress

Am 23. November 2013 soll in Schkeuditz bei Leipzig die zweite Compact-Konferenz „Werden Europas Völker abgeschafft?“ stattfinden. Dazu erklärt Hartmut Rus, Vorstand im Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen geht aufgrund der Veranstalter und der bislang bekannten Rednerinnen und Redner davon aus, dass die geplante Compact-Konferenz eine Plattform für rechtspopulistische und homophobe Positionen bieten wird. Daher haben wir den Oberbürgermeister Jörg Enke darauf hingewiesen, dass der Ruf der Stadt Schkeuditz durch diese Konferenz schweren Schaden nehmen und zukünftig mit undemokratischen und rechtspopulistischen Ansichten in Verbindung gebracht werden wird. Wir haben ihn daher gebeten, deutlich zu machen, dass die Compact-Konferenz in Schkeuditz nicht willkommen ist und in seiner Stadt weder Platz für völkischen Nationalismus noch für Lesben- und Schwulenfeindlichkeit ist. Weiterlesen

Für oder gegen Gleichstellung?

Wie haben die sächsischen Abgeordneten abgestimmt?MdB_Bilanz

Im Bundestag wurden während der vergangenen Legislaturperiode Themen behandelt, die Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTTI) betreffen, insbesondere zur Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften, zur Öffnung der Ehe, zum Adoptionsrecht und auch zu anderen persönlichen Lebenssituationen.

In den meisten Abstimmungen wurde das Ergebnis per Handaufheben ermittelt. In acht Fällen wurde aber namentliche Abstimmung beantragt. Dann wird im Bundestagsprotokoll dokumentiert, wie jede/r einzelne Abgeordnete votiert hat – für Gleichstellung oder für Diskriminierung.

35 Abgeordnete vertreten derzeit im Deutschen Bundestag sächsische Wahlkreise. Die meisten dieser Abgeordneten treten auch am 22. September 2013 zur Wiederwahl an. Weiterlesen

CSD Leipzig menschenrechtspolitisch fokussiert

CSD LeipzigAnlässlich des Christopher Street Day (CSD) in Leipzig erklärt Hartmut Rus, Mitglied im Vorstand des LSVD Sachsens:

Ein aktionsreiches Wochenende liegt hinter uns. In Leipzig feierten wir den Christopher Street Day (CSD) und dieser war ein voller Erfolg: schönes Wetter, nette Besucherinnen und Besucher, gute Gespräche. Die Neugierigen an unserem Stand interessierten sich vor allem für menschenrechtspolitischen Themen. Weiterlesen

Erster CSD in Chemnitz hat Erwartungen der Veranstaltenden weit übertroffen

CSD Chemnitz

CSD Chemnitz – Fotograf Oli Müller

250 Demo-Teilnehmende – 600 Interessierte beim Straßenfest

Anlässlich des ersten Christopher Street Day (CSD) in Chemnitz am 15. Juni 2013 erklärt Tom Haus, Organisator des CSD und Mitglied im Vorstand des LSVD Sachsens:

Die Stadt Chemnitz präsentierte sich beim ersten CSD als weltoffene Stadt.
Um 12 Uhr startete mit etwa 250 Teilnehmenden am Schillerplatz eine fordernde Parade, die über Bahnhofstr., Theaterstr. und Düsseldorfer Platz in die Innenstadt führte. Gegen 14 Uhr eröffnete unsere SchirmherrIn Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig persönlich das Straßenfest auf dem Wall am Roten Turm und zeigte damit, dass für die Stadt Chemnitz Toleranz und Vielfalt ein wichtiges Gut ist. Im Vorfeld der OberbürgermeisterInnen-Wahl bekundeten auch alle anderen KandidatInnen geschlossen in einer anschließenden Podiumsdiskussion, wie wichtig ihnen der CSD selbst ist und seine politischen Anliegen für Chemnitz sind. Weiterlesen