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Vielfalt in den Unterricht!

LSVD SchuleOrientierungsrahmen für Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen überarbeitet

(08.12.2016) Anlässlich der Veröffentlichung des Orientierungsrahmens für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen erklärt Tom Haus, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen unterstützt es ausdrücklich, dass Sexualerziehung als Teil einer werteorientierten Gesamterziehung fächerübergreifend gelehrt werden soll. Die neue Richtlinie trägt dem gesellschaftlichen und gesetzlichen Wandel Rechnung, erweitert den Familienbegriff und bezieht endlich auch Regenbogenfamilien mit ein. Auch beim Thema Geschlechtlichkeit finden sich mit dem überarbeiteten Rahmen jetzt auch trans*- und intergeschlechtliche Kinder und Jugendliche wieder. Weiterlesen

LSVD Sachsen: Vielfalt in sächsischen Schulen leben und lehren

Pressemitteilung vom 23.06.2015

Kultusministerium muss sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verbindlich im Rahmenlehrplan verankern

Anlässlich der Landtagsdebatte zum Antrag der Fraktion Die Linke „Sexualbildung in den Schulen im Freistaat Sachsen modernisieren“ (Drs 6 /1539) erklärt Tom Haus, Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Sachsen:

Der Lesben- und Schwulenverband Sachsen (LSVD) fordert die Landesregierung auf, endlich auch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verbindlich in die Schul- und Lehramtsbildung zu integrieren. Sexualbildung ist ein wesentlicher Teil einer werteorientierten Gesamterziehung und gehört fächerübergreifend in den Unterricht und die Lehramtsbildung hinein.

Statt lediglich eines neuen Orientierungsrahmens für Sexualerziehung bedarf es eines verbindlichen Rahmenlehrplans mit konkreten Zielvorgaben. Nur so werden Schulen und Bildungseinrichtungen ihrem Bildungsauftrag gerecht, junge Menschen auf gesellschaftliche Vielfalt im Alltagsleben vorzubereiten.

Transgeschlechtlichkeit gehört genauso in den Unterricht, wie Intergeschlechtlichkeit oder unterschiedliche Familienmodelle. Darüber muss in Schule und Ausbildung sachlich und altersangemessen informiert werden. Daher setzt sich der LSVD Sachsen dafür ein, dass die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten eine adäquate Behandlung in der pädagogischen Aus- und Fortbildung findet. Hier muss die Landesregierung schnellstmöglich die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Nur dann können Homo- und Transphobie nachhaltig bekämpft werden.

Eine Pädagogik der Vielfalt bestärkt Kinder und Jugendliche darin ein positives Selbstbild zu entwickeln und befähigt sie, sich selbstbewusst gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu behaupten. Sie ermutigt tradierte Geschlechterrollen kritisch zu hinterfragen, um sich mit ihrer Identität selbstbewusst behaupten zu können. Diesen Bildungsauftrag muss Schule heute und morgen erfüllen können – ein verbindliches Konzept wäre der erste Schritt dorthin.

Weitere Information und Kontaktmöglichkeiten in der PDF zum herunterladen.