LSVD Sachsen benötigt dringend langfristige Unterstützung für die LSBTI*-Flüchtlingsarbeit

Queer-refugeesFlüchtlingsarbeit für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- oder intergeschlechtliche Asylsuchende ist von Anfang an ein Thema für den LSVD Sachsen. In Erstaufnahmeeinrichtungen sind homosexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen immer wieder Gewalt und Anfeindungen ausgesetzt.

Wir brauchen in Sachsen dringend ein Beratungsnetzwerk für LSBTI*-Asylsuchende. Dazu erklärt, Tom Haus, Sprecher des LSVD Sachsen:

Bereits im November haben wir einen Antrag auf Förderung einer Beratungsstelle für LSBTI* – Asylsuchende in Chemnitz gestellt. Drei Monate nach Antragstellung und mehr als zwei Monate nach geplantem Projektbeginn, gibt es immer noch keine Rückmeldung aus Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (Geschäftsbereich: Gleichstellung und Integration).

Wir merken es tagtäglich, dass diese Unterstützung dringend benötigt wird. In den vergangenen Tagen haben wir immer wieder Hilferufe von LSBTI*-Asylsuchenden bekommen, die sich aus dem Irak, Venezuela oder auch aus Syrien zu uns geflüchtet haben. Wir konnten diesen Menschen im Rahmen unserer ehrenamtlichen Arbeit in Chemnitz helfen und sie auf ihrem Weg unterstützen.

Dies ist aber auch nur möglich, weil wir hier in Chemnitz tatkräftig von der Stadtverwaltung unterstützt werden. Um hier langfristig auch dieses Unterstützung weiter leisten zu können, bedarf es dringend der hauptamtlichen Strukturen in Dresden, Leipzig und besonders auch hier in Chemnitz.

Hier gilt ein besonderer Dank dem Migrations- und Sozialamt der Stadt Chemnitz, der Ausländerbeauftragten, der Arbeitsagentur und der Wohnen in Chemnitz gGmbH. Es tut gut, nicht nur auf Granit beißen zu müssen, sondern Mitarbeitende dieser Ämter kennenzulernen, die selbst nicht weiter nur zuschauen wollen. Wir freuen uns sehr, dass es in Chemnitz dieses engagierten Menschen gibt. Auch ohne die Unterstützung des Flüchtlingsrates Chemnitz oder der Volkssolidarität wäre vieles nicht möglich gewesen.

Nun hoffen wir bald die Projektzusage der SAB Sachsen und Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (Geschäftsbereich: Gleichstellung und Integration ) für unsere Beratungsstelle zu erhalten. Ohne die langfristige Sicherung durch die Projektförderung, wird es schwer sein, hier auch weiter diese wichtige Arbeit leisten zu können.

Wer unsere Arbeit in Chemnitz und Sachsen schon jetzt unterstützen und erhalten möchte, kann uns natürlich mit einer Spende fördern. Gerne stellen wir natürlich auch eine Spendenbescheinigung aus.

Bankverbindung: Sparkasse Chemnitz
IBAN: DE70 8705 0000 0710 0414 89
BIC : CHEKDE81XXX

Anmerkung: Leider befand sich in unserer Pressemitteilung ein Fehler. Daher stellen wir hier die korrigierte Fassung zur Verfügung. Ursprünglich war das Sozialministerium leider fälschlicherweise genannt worden. Die korrekte Bezeichnung lautet: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz – Geschäftsbereich: Gleichstellung und Integration

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