Beratungsstelle für queere Flüchtlinge in Chemnitz

LSVD Sachsen beantragt Fördermittel des Landes zur Einrichtung einer Beratungsstelle für queere Flüchtlinge in Chemnitz

Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) werden in ihren Heimatländern häufig Opfer von physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die oft vom eigenen Umfeld oder sogar der eigenen Familie ausgeht. Die unerträglichen Lebensumstände, die meist auch noch durch Kriege oder andere gewaltsame Konflikte im Heimatland verschlimmert werden, können für LSBTI so schwer wiegen, dass er_sie den Entschluss fasst, die Heimat zu verlassen. Diese Entscheidung fällt Menschen auf der Flucht niemals leicht.

Das Verlassen des eigenen Heimatlandes bedeutet für viele auch den Verlust der eigenen Identität und Schmerz. Wenn Menschen den beschwerlichen Weg nach Deutschland geschafft haben und in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht sind, hören aber für viele homosexuelle oder transidente Menschen die Drangsalierungen nicht auf.

Das Beispiel Freital zeigt deutlich, dass ihnen hier in Deutschland nicht selten nur Hass und Rassismus wegen ihrer Herkunft begegnen, sondern sie auch innerhalb der Einrichtungen wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität Diskriminierung und Gewalt erfahren müssen.

Für die Region Südwestsachsen werden mehrere tausend Flüchtlinge, insbesondere aus dem Nahen Osten (Syrien, Irak, Iran), aus Afghanistan, aus Afrika, aber auch aus anderen Regionen erwartet. Darunter sind selbstverständlich auch gleichgeschlechtlichliebende und transgeschlechtliche Menschen, die in Deutschland auf sich allein gestellt sind. Gerade homosexuelle Menschen auf der Flucht können sich aus Angst vor Gewalt, Diskriminierung oder Hass-Vergewaltigungen nicht offen in den Unterkünften outen.

Die Organisationen der Flüchtlingshilfe in Sachsen sind oft nur unzureichend mit den speziellen Problemlagen von LSBTI vertraut.

Der LSVD Sachsen wird mit dem geplanten Projekt eine Verbindung zwischen der allgemeinen Flüchtlingsarbeit und LSBTI Angeboten schaffen. Als LSVD Sachsen wollen wir uns dieser Lage stellen und in Chemnitz eine Beratungsstelle für queere Flüchtlinge etablieren. Die zukünftige Stelle möchte Teil eines Netzwerkes sein und will zusammen mit unseren Partner*innen in Leipzig und Dresden dafür sorgen, dass wir eine zuverlässige Beratung für queere Flüchtlinge anbieten können.

Wir wollen Menschen auf der Flucht zukünftig durch psychosoziale Unterstützung stärken und im Asylverfahren begleiten. Wir wollen Ansprechperson sein, wenn es in den Aufnahmeeinrichtungen Probleme gibt und wir wollen zukünftig helfen, Mitarbeitende der Flüchtlingshilfe entsprechend zu sensibilisieren.

Als ehrenamtlich organisierter Verband können wir diese Aufgabe nicht alleine stemmen. Wir sind auf die Förderung vom Land Sachsen angewiesen und benötigen in diesem Zusammenhang Eigenmittel. Helfen Sie uns mit ihrer Spende diese Eigenmittel zusammen zu bekommen und ein Projekt mit Leuchtturmfunktion für ganz Sachsen in Chemnitz zu etablieren.

Unterstützen Sie uns in Sachsen und Chemnitz, dieses Leuchtturm-Projekt in die Realität umzusetzen. Zeigen Sie mit uns und unseren Partner*innen, dass wir alle Flüchtlinge willkommen heißen, die Verfolgung erleiden müssen – unabhängig davon, ob sie gleichgeschlechtlich lieben, trans- oder auch intergeschlechtlich sind.  Refugees welcome!

Spendenkonto des LSVD Sachsen
Bankverbindung: Sparkasse Chemnitz
IBAN: DE70 8705 0000 0710 0414 89
BIC   :   CHEKDE81XXX
Verwendungszweck: Queere Flüchtlinge Chemnitz

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt haben oder auch eine Spendenbescheinigung benötigen, so freuen wir uns von Ihnen zu hören.

E-Mail: sachsen@lsvd.de oder rene.mertens@lsvd.de

 

 

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