Sotschi-Freiheitsappell

Sotschi-Freiheitsappell

Sotschi-Freiheitsappell

Prominente aus Kunst, Medien und Sport unterstützen die LSVD-Solidaritätsaktion für Lesben und Schwule in Russland. Der „Sotschi-Freiheitsappell“ richtet sich an alle Athletinnen und Athleten, Berichterstatter, Betreuende und alle offiziellen Vertreterinnen und Vertreter Deutschlands bei den Olympischen Spielen. Sie werden aufgefordert, in Sotschi ihr Recht auf Meinungsfreiheit zu nutzen und sich in Interviews für die Rechte von Homosexuellen einzusetzen.

JA, ich unterstütze den Sotschi-Freiheitsappell! E-mail (sotschi@lsvd.de)

Der Appell an die deutsche Olympiadelegation im Wortlaut:

„In Russland sind wir alle Lesben und Schwule!“

Lesben und Schwule werden in Russland brutal unterdrückt. Menschenrechte werden immer stärker missachtet, für alle wird die Meinungsfreiheit zunehmend eingeschränkt.

Sie können etwas dagegen tun. Vor 50 Jahren rief John F. Kennedy den bedrängten, um ihre Freiheit fürchtenden Menschen in Berlin zu: „Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger Berlins, und deshalb bin ich als freier Mensch stolz darauf, sagen zu können ‚Ich bin ein Berliner‘!“

2014 können Sie in Sotschi ein Zeichen setzen: Die Olympische Charta verbietet politische Demonstrationen an den olympischen Stätten, aber selbstverständlich gilt für Sie als Athletinnen und Athleten oder Betreuerinnen und Betreuer auch in Sotschi das Recht auf freie Meinungsäußerung.

In Interviews und Medienterminen werden Sie natürlich in erster Linie über die Wettkämpfe und Ihre sportlichen Leistungen sprechen. Wir appellieren an Sie, dem in jedem Gespräch, bei jedem Interview und Medientermin ein Wort der Solidarität hinzuzufügen. Das ist unser Vorschlag zum Sotschi-Freiheitsappell:

„Als ein freier Mensch sage ich: In einem Land, das Lesben und Schwule unterdrückt, bin auch ich ein Schwuler, bin auch ich eine Lesbe. Denn ich stehe ein für das Recht aller Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Gleichbehandlung und auf Respekt für ihre Liebe. Unterdrückung und Gewalt gegen eine Minderheit dagegen machen uns alle unfrei. Die Zensur- und Unterdrückungsgesetze müssen weg. Jede Gesellschaft gewinnt, wenn unsere lesbischen Schwestern und unsere schwulen Brüder ebenfalls frei, gleichberechtigt und respektiert leben können.“

Unterstützen Sie den Sotschi-Freiheitsappell! Nutzen Sie jede Gelegenheit dazu, ein Zeichen für die Menschenrechte zu setzen!

Erstunterzeichnende:

  • Frank Bsirske (Vorsitzender von ver.di)
  • Hans Christoph Buch (Schriftsteller)
  • Zora del Buono (Schriftstellerin)
  • Renan Demirkan (Schriftstellerin und Schauspielerin)
  • Tanja Dückers (Schriftstellerin)
  • Imke Duplitzer (mehrfache Medailliengewinnerin im Fechten)
  • Karen Duve (Schriftstellerin)
  • Nina Hagen (Sängerin)
  • Gerold Hildebrand (DDR-Bürgerrechtler, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen)
  • Freya Klier (Schriftstellerin und Filmemacherin)
  • Gudrun Landgrebe (Schauspielerin)
  • Bernd Loebe (Intendant der Frankfurter Oper)
  • Christine Lüders (Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes)
  • Marko Martin (Schriftsteller)
  • Roswitha Quadflieg (Schriftstellerin)
  • Lutz Rathenow (Schriftsteller)
  • Frank Schätzing (Schriftsteller)
  • Hella von Sinnen (Fernsehunterhalterin und Komikerin)
  • Günter Wallraff (Journalist und Schriftsteller)
  • Uwe Tellkamp (Schriftsteller)
  • Theo Zwanziger (DFB-Präsident a.D.)

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3 Gedanken zu „Sotschi-Freiheitsappell

  1. Ulrich Wegener

    Berechtigte Kritik an Putin und Rußland wird von deutschen Medien für eine widerliche russlandfeindliche Kampagne missbraucht. Das dürfen DemokratInnen, SozialistInnen sowieso nicht zu lassen.

    Antworten

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