Sachsen wird Teil der Koalition gegen Diskriminierung

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt Beitritt und mahnt Aktionsplan an

23. Juni 2017, Chemnitz – Heute unterzeichnete die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, in Dresden den Beitritt des Freistaates Sachsen zur „Koalition gegen Diskriminierung“. Mit diesem Schritt will das Bundesland Antidiskriminierungsarbeit in allen Politikbereichen als Querschnittsaufgabe verankern. Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) sind auch in Sachsen immer noch an der Tagesordnung.

„Als LSVD Sachsen begrüßen wir das Bekenntnis der Landesregierung sich landesweit gegen Diskriminierung einzusetzen und Betroffene besser unterstützen zu wollen. Nach diesem wichtigen Schritt muss nun auch der Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen endlich von der Landesregierung unterzeichnet werden. Seit Mitte letzten Jahres liegt der Entwurf des Aktionsplans im Schreibtisch der Landesregierung“, erklärt Tom Haus, Landesvorstand des LSVD Sachsen.

Bereits die Ergebnisse der „Leipziger Mitte Studie 2016“ zeigten, das Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und auch feindliche Einstellungen gegenüber Lesben und Schwulen wieder salonfähig werden. Dass allein 40,1 Prozent der befragten Menschen der Aussage zustimmten, „Es ist ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen“ zeigt, wie weit wir in Deutschland noch von Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen entfernt sind und wie notwendig eine effektive Antidiskriminierungsarbeit und ein Aktionsplan geworden sind.

Der Beitritt zur Koalition und der zukünftige Aktionsplan könnten dazu beitragen, gesellschaftlich und politisch für mehr Respekt und Vielfalt unterschiedlicher Lebensformen zu werben“, so Tom Haus weiter.

PM Sachsen wird Teil der Koalition gegen Diskriminierung

Pressekontakt
Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Landesverband Sachsen
Landesvorstand
Tom Haus
sachsen@lsvd.de

Hintergrund
Mit der Initiative „Koalition gegen Diskriminierung“ will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Länder und Kommunen stark machen, um für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einzutreten. Die beigetretenden Bundesländer verpflichten sich den Diskriminierungsschutz als politische Aufgabe zu verankern.

 

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